Ohne Streik wird sich nichts verändern!
Warnstreik an der Universitätsklinik Freiburg
Die Angestellten der Universitätskliniken in Baden-Württemberg streiken, weil die Kliniken bisher ein unakzeptables Angebot vorgelegt haben.
In Freiburg sind am Montag, 6. Juli, 400 Kolleginnen und Kollegen und am Dienstag, 7. Juli, 500 Kolleginnen und Kollegen in den Warnstreik getreten, weil dies die einzige Antwort ist, die die Klinikleitungen verstehen. Am 9. Juli fand die dritte entscheidende Tarifverhandlung statt.
Die Kolleginnen und Kollegen kämpfen für folgende Forderungen:
- Erhöhung der Tabellenentgelte ab 1. Mai 2026 um 7,5 Prozent, mindestens 320 Euro im Monat.
- Erhöhung der Vergütung für Auszubildende und Praktikantinnen ab 1. Mai 2026 um 250 Euro im Monat
- Darüber hinaus fordern die Auszubildenden einen Mobilitätsausschuss in Höhe des Deutschlandtickets.
- Laufzeit 12 Monate.
In der ganzen Tarifauseinandersetzung in Freiburg ist ein weiteres großes Thema, dass 350 Vollzeitstellen vernichtet werden sollen. Die Kolleginnen und Kollegen sind sauer auf die Politik und sehr kampfbereit. Sie betonen immer wieder, dass nicht nur ihr Arbeitsplatz gefährdet ist, sondern auch die Patienten nicht mehr umfassend versorgt werden können.
Am Dienstag, 7. Juli, fand bei ca. 30 Grad eine lautstarke, hitzige Demonstration durch die Freiburger Innenstadt zum Augustinerplatz statt. Auf der Kundgebung wurde nochmals die Notwendigkeit der Tarifforderung verdeutlicht, aber auch das ganze Gesundheitssystem wurde an den Pranger gestellt. Forderungen wurden unter anderem nach Abschaffung der Fallpauschale und der GKV-Reform laut.
Viele Auszubildende sind engagiert im Warnstreik. Die Bevölkerung war teilweise sehr solidarisch in der Innenstadt von Freiburg und hat den streikenden viel Erfolg gewünscht. Die ZK-Erklärung der MLPD zur Arbeiteroffensive, die geboren wird, "Ab 8. Juli: Mitbestimmung durch Streik! Kampf der Kriminalisierung der Arbeitersolidarität“ wurde gerne genommen. Mit geballter Kraft fuhren die Streikenden nach Stuttgart zum Verhandlungslokal.