Arbeiterkämpfe
Typisch Ausbeutersystem: Mercedes will wieder 40-Stunden-Woche – Merz und Klingbeil wollen uns ans Geld
In der aktuellen Extra-Ausgabe der Stadtzeitung „Tatsach“, herausgegeben von der MLPD Stuttgart-Sindelfingen, ist dieser Artikel erschienen: "Typisch Ausbeutersystem Kapitalismus - Mercedes will wieder 40-Stunden-Woche – Merz und Klingbeil wollen uns ans Geld – ab 8. Juli: Mitbestimmung durch Streik!" Rote Fahne News dokumentiert ihn.
Am Freitag, 3. Juli, gingen in allen deutschen Mercedes-Werken 33.000 Beschäftigte vor die Tore – davon 20.000 in Sindelfingen und 4000 in Untertürkheim / Mettingen.
Sie wollen nicht hinnehmen, dass der Konzern die tarifliche Sonderzahlung im Juni um ein Jahr verschieben will und mit einer Rückkehr zur 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich die 1984 hart erkämpfte 35-Stunden-Woche pulverisiert. Das würde einen neuen, noch weitgehenderen Personalabbau ermöglichen, weil die einen mehr arbeiten und die anderen entlassen werden. Wo soll die Jugend in Zukunft arbeiten?
Auch VW hat angekündigt, 100.000 Arbeitsplätze zu vernichten und vier Werke zu schließen. Darunter das Audi-Werk in Neckarsulm mit 15.000 Beschäftigten. Auch Bosch und Porsche, der nochmals weitere 4000 Arbeitsplätze abbauen will, fahren einen Generalangriff gegen die Belegschaften. Das wäre ein schwerer Schlag für die ganze Region von Heilbronn bis Stuttgart. Nur im Kampf und jetzt im Streik können die Arbeiter mitbestimmen, denn sie sitzen weder in den Aufsichtsräten noch in der Regierung.
Was ist das eigentlich für ein Ausbeutersystem?
Mercedes hat im letzten Jahr 5,3 Milliarden Euro Profite aus der Arbeitskraft der Arbeiter geholt, nach über 10 Milliarden im Jahr zuvor, und eine Gewinnmarge von über fünf Prozent erzielt (Quelle: Tagesschau.de, 12.2.2026).
Aber das reicht ihnen nicht. Denn hier zählt nur der Maximalprofit. So läuft das im Kapitalismus. Das ist gesetzmäßig so und nicht nur ein Auswuchs eines besonders dreisten Kapitalisten. Fast alle von uns haben eine Rechnung mit der Merz / Klingbeil-Regierung offen. Deren Renten-, Gesundheits- und andere „Reformen“ gehören auch zum Generalangriff der Monopole. Die Regierung ist deren Dienstleister. Wir alle bekommen im Kommunal- und Umweltbereich oder in der Migrationspolitik zu spüren, wo die Prioritäten der Regierung liegen: nämlich auf Subventionen für die Konzerne, Hochrüstung und Kriegsvorbereitung.
Die MLPD fördert daher den Schulterschluss von Arbeiter- und Frauen-, Jugend- und Umweltbewegung sowie den antifaschistischen Kampf und den Friedenskampf! Immer wichtiger dabei wird die Erkenntnis, dass nur ein gesellschaftsverändernder Kampf mit der Perspektive des echten Sozialismus der Menschheit eine Zukunft geben kann.