Gegen Arbeitsplatzvernichtung und Kriminalisierung

Gegen Arbeitsplatzvernichtung und Kriminalisierung

Überwältigende Solidarität - aktualisiert

Von überallher bekommen die Verteilerinnen und Verteiler der Kollegenzeitung Vorwärtsgang, die Aktivistinnen und Aktivsten an den Toren von Audi-Neckarsulm sowie Repräsentantinnen der MLPD Solidarität.

Sie wurden von der Polizei übel angegangen, festgenommen und teilweise verletzt. Sie haben sich nicht einschüchtern lassen und verteidigen die Arbeitersolidarität gegen jede Kriminalisierung. Hochachtung und Stolz aus der Arbeiterklasse und der Bevölkerung, auch international, sind die Resonanz. Und das zieht Kreise! Wir veröffentlichen jetzt nicht mehr alle Solidaritätserklärungen einzeln, sondern in diesem Sammelartikel. Er wird fortlaufend ergänzt, neueste oben. Außerdem kürzen wir die einzelnen Beiträge im Interesse der Übersichtlichkeit. 

16. Juli 2026 - MLPD Wiesbaden

Das Audi-Werk in Neckarsulm und andere sollen geschlossen werden. Das ist ein Skandal. Ein noch größerer Skandal ist, dass Kollegen, die sich mit der Belegschaft von Audi und deren Familien solidarisierten vor den Toren des Audi Werkes von der Polizei angegriffen, verhaftet und in Handschellen abgeführt wurden. Alle Ermittlungen gegen die Verteiler müssen sofort eingestellt werden. Das Vorgehen verschärft die Situation und ist Ausdruck davon, dass der VW-Vorstand Angst hat. Die Kollegen könnten sich zusammen schließen und offensiv für ihre Arbeitsplätze kämpfen. Die Ereignisse in Neckarsulm machen uns deutlich, dass wir noch entschlossener für den Erhalt und die Erweiterung unserer demokratischen Rechte und Freiheiten kämpfen müssen und es nicht zulassen können, dass Arbeitersolidarität kriminalisiert wird. Heute ist jeder Schritt im gemeinsamen Kampf wichtig und bedeutsam. Auf unsere Solidarität und Unterstützung könnt ihr euch verlassen.

14. Juli 2026 - See Red Düsseldorf

Liebe Macher:innen und Unterstützer:innen der Zeitung „Vorwärtsgang“ in Neckarsulm, wir senden euch angesichts der Polizeigewalt gegen euch unsere solidarischen Grüße. Es ist kein Zeichen ihrer Stärke, sondern ein Zeichen der Schwäche der Herrschenden, wenn sie solche Angst vor einer Arbeiter:innenzeitung haben. Die Gewalt, die sie gegen euch angewandt haben, ist die gleiche Gewalt, die sie gegen antifaschistische Blockaden, gegen palästinasolidarische Demonstrant:innen oder gegen Klima-Aktivist:innen anwenden. Auch deshalb halten wir die gegenseitige Unterstützung in all diesen Kämpfen und darüber hinaus für unbedingt nötig. Wir wünschen euch viel Kraft für die anstehenden juristischen Auseinandersetzungen – lasst euch nicht unterkriegen! see red! Düsseldorf

13. Juli 2026 - Friedensforum EN - Hagen

Wir, das Friedensforum EN – Hagen, erklären unsere volle Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen bei Audi/Neckarsulm und verurteilen die Kriminalisierung von Arbeitersolidarität aufs Schärfste. Die sofortige Rücknahme der 39 Anzeigen wegen Hausfriedensbruch sowie die Aufarbeitung und Ahndung des unverhältnismäßigen Polizeieinsatzes sind dringend geboten. Insbesondere verurteilen wir, dass der Vertrieb der kollegialen Zeitung „Vorwärtsgang“ sowie das solidarische Engagement von Mitgliedern der MLPD mit polizeilicher Härte unterdrückt wurde. Die Behandlung solidarischer Kolleginnen und Kollegen wie Kriminelle – einschließlich Festnahmen, Handschellen und erkennungsdienstlicher Maßnahmen – sowie die Verletzungen, die dabei entstanden, sind inakzeptabel und erinnern an faschistoide Methoden. Diese dürfen keinen Platz in unserer Gesellschaft haben! Wir, das Friedensforum, eine Initiative, die überparteilich, multikulturell und religionsoffen ist, setzen uns für Frieden und Solidarität ein. Wir wenden uns entschieden gegen jede Form von Repression und Diskriminierung. Wir stehen solidarisch an der Seite aller Beschäftigten, die sich für ihre Rechte und für eine friedliche, soziale Zukunft einsetzen. Friedensforum EN-Hagen (BSW-EN, Die Linke, DKP, Deutsche Friedensgesellschaft, Linksjugend-Solid)

13. Juli 2026 - Montagsdemo Bochum

Liebe Freunde und Genossen, am 29. Juni 2026 riss ein brutaler Polizeiübergriff euch mitten aus den Gesprächen am Werkstor mit Arbeitern von Audi Neckarsulm. Glückwunsch, dass ihr euch nicht einschüchtern lasst und mutig an die Öffentlichkeit geht. Die Kriminalisierung von Arbeitersolidarität ist ein No Go! Das hat grundsätzliche Bedeutung für die Zukunft. Die Arbeiter brauchen für die weiteren und härter werdenden Kämpfe um ihre Arbeits- und Lebensinteressen viel mehr demokratische Rechte und Freiheiten, insbesondere ein vollständiges und allseitiges gesetzliches Streikrecht. Herzliche Solidarität von der Montagsdemo Bochum, 13. Juli 2026

8. Juli - Bündnis gegen Faschismus und Krieg Rüsselsheim

Wie mit den Verteilern der Kollegenzeitung „Vorwärtsgang" umgegangen wurde, die am Montag, dem 29. Juni in Neckarsulm brutal von der Polizei verhaftet worden sind, ist nicht hinzunehmen. Unser Bündnis lebt von der Aktivität und Zusammenarbeit von den verschiedensten Kräften, MigrantInnen, Frauen, Jugendlichen und kämpferischen Opel-Arbeitern. Dass Arbeitersolidarität mit faschistischen Methoden unterdrückt und kriminalisiert werden soll, dürfen wir nicht durchgehen lassen! Wir fordern zusammen mit euch, dass alle Anzeigen gegen die Verteiler und MLPD-Repräsentantinnen sofort fallengelassen werden!

7. Juli - Kollegen der Montage der Zeiss GmbH

Kollegen der Montage der Zeiss GmbH schickten an die VW- und Audi-Kolleginnen und -Kollegen ein Foto, auf dem sie vor einem Schriftbanner mit erhobenen Fäusten stehen und auf dem steht: "Kollegen der Montage der Zeiss GmbH solidarisch mit der Belegschaft bei VW und Audi! Wir wünschen maximalen Erfolg beim Streik. Wir sind solidarisch mit den Opfern von Polizeigewalt vor Audi.

7. Juli - Afrikakoordinatorinnen der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen

Liebe Kameradinnen von COURAGE und der MLPD! Die schmerzlichen Situationen, die durch die Arbeitsplatzvernichtung im Zuge der Schließung von vier Produktionswerken des VW-Konzerns und die Pläne von Mercedes ohne Lohnausgleich entstanden sind, sowie die jüngste schmerzliche Situation durch die Verhaftungen unserer tapferen Genossinnen und Genossen der MLPD machen uns perplex und fordern uns heraus, all diesen Genossinnen und Genossen, ihren Angehörigen sowie den Sympathisanten unsere unerschütterliche Unterstützung zu bekunden. Die Ungerechtigkeit nimmt rasant zu, doch wir dürfen im Kampf für unsere Rechte nicht aufgeben! Viel Erfolg für diesen Streiktag, der natürlich eines der Mittel ist, mit denen sich die Arbeiterinnen und Arbeiter Gehör verschaffen können! Kraft für alle in der internationalen Solidarität!

7. Juli - (im Auftrag) Frank Oettler, ver.di-Vertrauensperson und Sprecher der MLPD Halle

Solidarische Grüße an unsere von Polizeigewalt vor den Audi-Autowerk in Neckarsulm betroffenen Mitstreiterinnen und Mitstreitern ... aus Halle an der Saale. Wir haben am Montag Abend bei den Kolleginnen und Kollegen des 5000 Arbeiter und Angestellten beschäftigten Logistikers DHL Hub in Schkeuditz die  MLPD-Erklärung "Die Arbeiteroffensive wird geboren - Ab 8. Juli Mitbestimmung durch Streik! Kampf der Kriminalisierung der Arbeitersolidarität!" verteilt. Das Interesse war viel größer als bisher ... Wenn die Kapitalisten glauben, sie könnten uns einschüchtern, irren sie. Euer mutiges und standhaftes Verhalten ist uns Vorbild und Ansporn. Das Vorgehen der Audi-Geschäftsleitung und der Polizei führt immer mehr Kolleginnen und Kollegen die Lebenslüge von freiheitlich-demokratischer Grundordnung real vor Augen, zeigt auf, dass die Audi-Geschäftsleitung Teil der herrschenden Klasse in Deutschland und der Polizeiapparat Teil ihres Machtinstruments ist. Jedoch halten wir zusammen, wir Arbeiter, Angestellte, die Jugend, die einfachen Leute, sind wir stärker. Das haben wir erst am Sonntag in Erfurt anschaulich und spürbar für alle erleben können. Solidarität hilft siegen! Eine(r) für Alle! Alle für Eine(n)! Und der Sieg wird unser sein!

6. Juli - Bundesweite Montagsdemo

Bis zu 100.000 der weltweit rund 650.000 Arbeitsplätze bei VW stehen auf der Abschussliste. Nach dem VW-Tarifabschluss vom 20.12.24 waren betriebsbedingte Kündigungen bis 2030 ausgeschlossen! Allein in Deutschland sind die Werke in Emden, Zwickau, Hannover (Nutzfahrzeuge) und vor allem Audi Neckarsulm von der Schließung bedroht! Davon wären nicht nur die Beschäftigten dieser Werke betroffen, sondern auch die zahlreichen Zulieferbetriebe, Familien und auch die entsprechenden Kommunen (Steuerausfälle) und auch viele Kleinunternehmer bis hin zum Bäcker. Die Belegschaften werden nicht einbezogen, da sie nicht zu den „zuständigen Gremien" gehören! So viel zur Mitbestimmung, die der Kapitalismus für die Belegschaften vorsieht. Audi Neckarsulm holte am 29./30. Juni die Polizei, um rechtswidrig und äußerst brutal gegen Verteiler von Flugblättern vorzugehen. Wir protestieren aufs Schärfste gegen diese Kriminalisierung und Unterdrückung. Die Konzerne dürfen hunderttausende Arbeitsplätze vernichten und Verteiler von Zeitungen und Flugblätter, die das aufdecken und den gemeinsamen Kampf der Arbeiter unterstützen, werden abgeführt und körperlich vorgegangen. Die Verantwortlichen für diesen brutalen Polizeieinsatz müssen zur Rechenschaft gezogen und bestraft werden.

6. Juli - Krefelder Montagsdemo

Liebe Kolleginnen und Kollegen der VW- und Audi-Standorte, wir Teilnehmer der monatlichen Montagsdemo in Krefeld erklären uns solidarisch mit euch, euren Familien und den Verteilern eurer Kollegenzeitung. Die bundesweite Montagsdemonstrationsbewegung hat sich seinerzeit gegen die Agenda 2010 der damaligen Schröder/Fischer-Regierung gegründet. Seitdem sind wir aktiv gegen Sozialabbau, Umweltzerstörung und Weltkriegsvorbereitung. Der VW-Vorstand hat euch dreist belogen, heimlich die Schließung eurer Werke beschlossen. Nun beißen sie um sich, wollen einschüchtern. Der Gedanke: Mitbestimmung durch Streik trifft genau ins Schwarze! Es geht um die Zukunft ganzer Regionen, das geht uns alle an. VW ist das allerdings egal, denen geht es nur darum, den größtmöglichen Profit zu machen. Dieses kapitalistische System bietet uns nichts mehr, es hat keine Zukunft! Nehmen wir die Sache in die eigene Hand und beraten u.a., wie eine lebenswerte Zukunft für uns alle aussehen kann.

6. Juli - Montagsdemo Duisburg

Lieber Verteiler und MLPD-Mitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen bei Audi Neckarsulm, die Montagsdemo Duisburg hat heute erfahren, wie Audi mit der dem Widerstand und der Arbeitersolidarität gegen die geplante Vernichtung zig Tausender Arbeitsplätze umgeht: Leute verhaftet, Stunden und wiederholt traktiert und die Wahrnehmung der Informations- und Meinunsgfreiheit mit Füßen tritt. Volle Solidarität von uns! Damit werden sie nicht durchkommen! Das sehen wir als gemeinsame Aufgabe. Wir sagen: Arbeiter in die Offensive! Ab 8. Juli - Mitbestimmung durch Streik! Gemeinsam sind wir stark! Eure Montagsdemo Duisburg - am 06.07.2026 einstimmig beschlossen

6. Juli - Montagsdemo Essen

Wir verurteilen auf das Schärfste die Polizeigewalt und Repressionen gegen Euch. Ihr habt unsere volle Solidarität! Dieser Versuch der Kriminalisierung der Arbeitersolidarität zeigt, in welcher Defensive die vermeintlich starken Herren von Audi, VW und Co. stecken. Sie fürchten nichts so sehr, als dass die Arbeiter sich als Klasse ihrer Kraft bewusst werden, und entschieden mit Streiks um ihre Arbeits- und Ausbildungsplätze kämpfen. Und darüber hinaus gegen den ganzen Generalangriff von Monopolen und Staat auf unsere erkämpften Rechte und Sozialraub, gegen Umstellung auf Kriegswirtschaft und die akute Gefahr des Faschismus. Wir sind stolz auf Eure Standfestigkeit, weiterhin den Kolleginnen und Kollegen im Betrieb den Rücken zu stärken, und dabei Eure Erfahrungen in Arbeiterkämpfen einzubringen. Es ist für uns alle die Zeit, in die Offensive zu gehen. ... 

Wir stehen an Eurer Seite und der Belegschaften von Audi, VW und Mercedes, die hier mit Vorkämpfer sind. Kampf und Streik um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz ist das Gebot der Stunde. Wir Montagsdemonstranten werden weiter konsequent den Kampf gegen Massenarbeitslosigkeit und Armut führen. Wir fordern ein allseitiges und vollständiges gesetzliches Streikrecht. Wir werden auch den Kampf um unsere demokratischen Rechte und Freiheiten und gegen weitere Faschisierung auch des Staatsapparates verstärken.

6. Juli - Montagsdemo Eisenach

Es ist ein Skandal, dass das Audi-Werk in Neckarsulm geschlossen werden soll. Ein noch größerer Skandal ist, dass Kollegen, die sich mit der Belegschaft von Audi und deren Familien solidarisierten vor den Toren des Audi Werkes brutal von der Polizei angegriffen, verhaftet und in Handschellen abgeführt wurden.
Unsere Montagsdemonstranten standen am 06.07.26 noch ganz unter dem Eindruck des Widerstandes gegen den AfD- Parteitag am 04.07.26 in Erfurt, der ein voller Erfolg war. Die Ereignisse in Neckarsulm machten uns deutlich, dass wir noch entschlossener gegen die akute faschistische Gefahr, für den Erhalt und die Erweiterung unserer demokratischen Rechte und Freiheiten kämpfen müssen und es nicht zulassen können, dass Arbeitersolidarität kriminalisiert wird.

6. Juli - Montagsdemo Hamburg

Die Montagsdemo Hamburg hat große Erwartungen und Hoffnungen in eine Offensive der Arbeiter gegen verschärfte Ausbeutung, aktuell v. a. durch VW, Mercedes und die Merz-Klingbeil-Regierung, verbunden mit der Kriegsvorbereitung, dem Anheizen der Umweltkatastrophe und einer akuten faschistischen Gefahr. Wir rufen auf, auch in unseren Reihen, selbst aktiv zu werden zur Verwirklichung der Losung: Ab 8. Juli: Mitbestimmung durch Streik! Wir verurteilen die beiden brutalen und rechtswidrigen Polizeieinsätze gegen die dafür notwendige Organisierung der Arbeitersolidarität durch Verteiler der Kollegenzeitung und Verkäufer des Rote Fahne Magazins in Neckarsulm. Wir haben große Achtung vor Eurem unerschütterlichen Einsatz und wünschen Euch alles Gute für die Überwindung der Misshandlungen! Die Verteidigung unserer demokratischen Rechte und der Kampf um ihre Erweiterung fallen unter den breiten Massen auf fruchtbaren Boden und verstärken die Anziehungskraft der Arbeiterklasse. Wir haben auf unserer Kundgebung am 6. Juli einstimmig beschlossen, 50 Euro aus unserer Montagsdemo-Spendenkasse an den Rechtshilfefonds zu spenden für die Klage gegen die Verantwortlichen des Polizeieinsatzes. Rechtshilfefonds der MLPD – gegen Kriminalisierung der Arbeitersolidarität, IBAN DE 76 4306 0967 4053 3530 00

6. Juli - Montagsdemo Sindelfingen

Mit Empörung haben wir von den brutalen Polizeieinsätzen gegen euch erfahren, die euch daran hinderten oder hindern sollten, die Kolleginnen und Kollegen bei Audi Neckarsulm über die Pläne des Vorstands, das Werk zu schließen, zu informieren. Der "Vorwärtsgang", verteilt vor allen VW-Betrieben in Deutschland, ist ein sehr gutes Mittel, die Arbeitersolidarität herzustellen und die Vorbereitung eines gemeinsamen Kampfes zu unterstützen. Warum will die Audi-Geschäftsleitung das verhindern? Sie hat Angst davor, dass die Kollegen sich gegen ihren Generalangriff mit Werksschließung in Neckarsulm wehren und dass das Schule macht. Werkschließung, das würde bedeuten, 15 000 Kolleginnen und Kollegen auf einen Schlag arbeitslos. Weiter wären Zigtausende aus der Zulieferindustrie und dem ganzen Umfeld vom Bäcker bis zum Metzger betroffen. Das alles wollte Audi erst mal geheim halten, um zu verhindern, dass sich die Leute dagegen wehren. Da war es genau richtig, dass der "Vorwärtsgang" das aufgedeckt hat. Wir lassen uns die Arbeitersolidarität nicht verbieten! Wir beglückwünschen euch dazu, dass ihr euch nicht habt einschüchtern lassen! 

4. Juli 2026, Protestveranstaltung in Karlsruhe

Liebe Kolleginnen und Kollegen bei Audi in Neckarsulm, liebe Angehörige, liebe Unterstützer, mit Empörung haben wir von den Plänen des VW-Vorstandes zur Schließung eures und weiterer Automobilstandorte erfahren. Dieser Angriff muss entschieden zurückgeschlagen werden, dazu müsst ihr eure gesamte Kampfkraft organisiert in Stellung bringen.
Dass dies nicht einfach wird, haben bereits die z.T. brutalen Maßnahmen gegen die Verteiler des „Vorwärtsgang“ und gegen Mitglieder der MLPD erkennen lassen, die wir ebenfalls auf das schärfste verurteilen. Lasst euch nicht von eurem berechtigten Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz abhalten. Es geht um eure Zukunft, die eurer Jugend und der ganzen Region. Ihr könnt euch unserer Solidarität in Wort und Tat sicher sein. Ab 8. Juli: Mitbestimmung durch Streik! Kämpferische solidarische Grüße

4. Juli - Bundesvorstand des Frauenverbands Courage

Der Bundesvorstand des überparteilichen Frauenverbands Courage hat mit Entsetzen und Wut von den brutalen Polizeiübergriffen auf die Verteilerinnen und Verteiler des Vorwärtsgang erfahren. Wir sprechen ihnen unsere ganze Solidarität aus. Aber da sieht man mal, wovor VW/Audi Angst haben. Vor einem "kleinen" Flugblatt, was bisher immer den Kern getroffen hat. Lasst Euch nicht unterkriegen! Die Kollegen brauchen eure Unterstützung weiterhin.

3. Juli - Öffentliche Studiengruppe der MLPD Esslingen

Wir verurteilen zutiefst das brutale undemokratische und illegale Vorgehen der Polizei gegen die Verteilerinnen und Verteiler der Kollegenzeitung „Vorwärtsgang“ in Neckarsulm. Wir sind empört, dass der Konzern die Polizei ruft, weil er den Widerstand der Kollegen gegen Entlassungen und Werksschließungen fürchtet. Das ist kein Zeichen von Stärke. Dass die Polizei die Verteiler zu Boden wirft, eine über 70-jährige über den Boden schleift, dass die Verteiler mit Handfesseln abgeführt werden, das ist ein eklatanter Bruch der Meinungsfreiheit, Artikel 5 Grundgesetz. Dies kann von keinem Demokraten hingenommen werden. Wir unterstützen voll den Widerstand der Kollegen gegen Entlassungen und Werkschließungen bei VW, Mercedes, ebenso wie bei Festo in Esslingen und wir sind solidarisch mit eurem notwendigen Kampf um demokratische Rechte und Freiheiten. Der ganze Vorgang zeigt, dass der Kampf weiter gehen muss hin zu einer Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung. Für uns ist das der echte Sozialismus.

3. Juli - Delegierter der IG-Metall-Vertreterversammlung Stuttgart

Wer die Sache der Arbeiterbewegung und der Automobiler hochhält und unterstützt, ist ein wahrer Freund der einfachen Menschen. Der polizeiliche Übergriff gegen Flugblattverteiler der MLPD ist staatliche Unterdrückung gegen alle Kolleginnen und Kollegen. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden und gehören bestraft. Politisch verantwortlich ist Innenminister Dobrindt, der eine neue Gestapo 2.0. aufbaut. Auch bei der heutigen Kundgebung bei Mercedes Untertürkheim wurde gegen Mitglieder der DKP beim Flugblattverteilen die Polizei eingesetzt. Werkschutz mit Polizei erteilten Platzverweis. Nach Einschreiten der IG Metall und des Betriebsrat wurde dies rückgängig gemacht. Wie haben die Konzernbosse Angst, damit sie so den Staatsapparat gegen uns einsetzen. Die Faschisierung ist eine gefährliche Entwicklung, welche wir alle gemeinsam zurückweisen müssen. Unsere Offensive der Automobiler wird stärker sein als Repressalien. 

3. Juli - Kommunalbündnis "Frankfurt Sozial!"

Wir sind empört und wütend, dass ihr gewaltsam durch die Polizei mit festgebundenen Händen hinter dem Rücken abgeführt wurdet, als ihr die Kollegenzeitung vor dem Fabrik-Tor von Audi verteilt habt. Auch wurde die 72-jährige Doris Kachel, Frau eines ehemaligen Audi-Arbeiters, von der Polizei über den Boden geschleift. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass die Arbeiter*innen sich gegen die drohende Vernichtung von 100.000 Arbeitsplätzen durch den VW-Konzern und gegen Werkschließungen, wie das Audi-Werk Neckarsulm, mit dem Verteilen von Kollegenzeitungen zur Wehr setzen. Genauso wie die jetzt gewaltsam unterdrückten Kollege*innen, namentlich auch Doris Kachel und Lisa Gärtner, gegenüber uns solidarisch waren und uns tatkräftig bei unsere Wahlkampagne durch Plakatieren unterstützt haben, genauso erklären wir unsere volle Solidarität und Unterstützung mit ihnen. Ein gewaltsames Vorgehen der Polizei gegen Personen zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit, offensichtlich im Auftrag von Audi, ist ein Skandal. Wir dürfen nicht dabei zu sehen, wie immer mehr demokratische Menschen in Deutschland durch die Polizei und den Staatsapparat drangsaliert werden. Das ist kein Einzelfall und wir müssen gemeinsam gegen diese Entwicklung kämpfen. Diese Angriffe auf demokratische Rechte und Freiheiten dürfen nicht durchkommen. Gemeinsam sind wir stark!

3. Juli - Café Militant Paris

Chers camerades en Allemagne! (...) Die revolutionäre Arbeiterpartei MLPD ist besonders im Visier. Sie ist bekannt für ihre konsequente Verteidigung der Arbeiterinteressen. Diese brutale Repression offenbart einmal mehr die Diktatur der kapitalistischen Monopole. Der Staat führt deren Befehle unterwürfig aus. In Frankreich wollen die Bosse von Stellantis das Automobilwerk in Poissy bei Paris schließen. Wir werden nicht zulassen, dass all diese Pläne zur unerträglichen Verschärfung der Ausbeutung durchkommen! Es sind die Chefs von VW, Mercedes und Stellantis usw., die kriminell sind, die Fabriken schließen und die Arbeiter in Prekarität und Arbeitslosigkeit stürzen wollen. Genossen und Kollegen bei VW, Genossen der MLPD, wir stehen auf eurer Seite! Wir werden euren Kampf und den Versuch, ihn zu unterdrücken, so breit wie möglich bekannt machen. Verteidigen wir unsere Rechte und demokratischen Freiheiten! Kämpfen wir für jeden Arbeitsplatz! Der Kampf der Automobilarbeiter ist der Kampf der Arbeiter weltweit! Internationale Arbeitereinheit ! Unité ouvrière internationale! Resolution bei der Gesprächsrunde („Café militant“) von UPML und Einheitsfront/Paris am Freitag, dem 3. Juli 2026 verabschiedet.

1. Juli - Kumpel für AUF Stadtgruppe Gelsenkirchen

Liebe Kolleginnen und Kollegen, was muss Audi für eine Panik haben! Wenn sie so rabiat und gegen jedes demokratische Recht egen euch vorgehen, zeigt das nur Eines: Ihr müsst Recht haben! Es hat uns wirklich empört, dass sie dabei sogar eine über 70-jährige Frau verletzt haben! Großen Respekt, dass sie am nächsten Tag schon wieder gemeinsam mit euch aktiv geworden ist! Sie wollen nicht, dass die »Mitbestimmung durch Streik« ab dem 8.Juli 2026 um sich greift. Umso mehr versprechen wir euch: Wir werden das unter den Bergarbeitern in Gelsenkirchen publik machen und selber dafür eintreten, dass die »Mitbestimmung durch Streik« Schule macht! Die Bergarbeiter und ehemaligen Kumpel wissen und haben es u.a beim großen Bergarbeiterstreik 1997 hunderttausendfach erlebt: Wenn wir zusammenhalten und zusammen kämpfen, können wir die Pläne der Monopole durchkreuzen! Volle Solidarität! Das muss ein Nachspiel haben! 

1. Juli - Kumpel für AUF, i.A. Sprecher Christian Link

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, es ist schon bezeichnend für den Kapitalismus, wie er seine demokratische Maskerade immer mehr fallen lässt, um seine Profitinteressen durchzusetzen. Dahinter erscheint die wahre Fratze der Diktatur der Monopole. Da wird einfach kurzerhand das Recht auf Meinungsfreiheit mit Hilfe der Polizei unterbunden. Da werden Verteiler der Kollegenzeitung „Vorwärtsgang“ und Vertreterinnen der MLPD im Auftrag der Audi/VW-Werksleitung wie Schwerverbrecher behandelt, weil sie den entschlossenen Kampf der Kolleginnen und Kollegen gegen die geplante Werkschließung unterstützen. Wir können uns nicht daran erinnern, dass ein Winterkorn im Zusammenhang mit der Abgasmanipulation damals in Handschellen über die Straße gezogen wurde, wie es jetzt mit einer 72-jährigen Verteilerin geschehen ist. ... 1997 haben wir Bergleute schon einmal Regierungs- und EU-Pläne zu Fall gebracht, den Steinkohlebergbau stillzulegen und 70.000 Arbeitsplätze zu vernichten. Indem wir mit allen Mitteln für unsere Zukunft und die unserer Jugend und die Arbeitsplätze kämpften. 7 Tage Streik, Besetzung der Parteizentralen in der damaligen Hauptstadt Bonn, teilweise Ignorierung der Bannmeile, Autobahnblockaden, Sperrung von Wasserstraßen und eines Flughafen und viele andere wirksame Aktionen. Die Bevölkerung an Ruhr und Saar stand wie eine Eins hinter uns, denn es ging um die ganze Region.

 

Glück Auf
Kumpel für Auf
Christian Link, öffentlicher Sprecher

 

1. Juli - Team IG Metall bei Infineon Dresden

... Offenbar nutzen große Industriekonzerne - allen voran der weltweit führende Autokonzern VW - die aktuelle politische Situation, um längst vorbereitete Angriffe auf unsere über Generationen erkämpften Arbeiter- und Gewerkschaftsrechte voranzutreiben. Die angekündigten Massenentlassungen und Werksschließungen sind Ausdruck dieser Strategie. ... Der notwendige Widerstand gegen diese Konzernpolitik darf nicht isoliert geführt werden. Es braucht einen gewerkschaftsübergreifenden, konzernweiten und internationalen Kampf, getragen von Protest und aktiver Gegenwehr. Denn: Was wären die Folgen für uns alle - für Arbeiter, Angestellte, Auszubildende und kommende Generationen - wenn diese Angriffe erfolgreich wären? Weitere Abwärtsspiralen, Lohndruck, Unsicherheiten und der Abbau von Rechten in allen Branchen. Darum sagen wir unmissverständlich: Das ist nicht nur euer Kampf - es ist unser gemeinsamer Kampf. ... Unsere gemeinsamen Forderungen: voller Einsatz der Kampfkraft der IG Metall gegen diese Angriffe; Verteidigung unserer Tarifrechte und konsequenter Widerstand gegen jeden Tarifbruch; Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz!

30. Juni - Aktivenkreis der IG Metall bei Tesla

... der Aktivenkreis der IG Metall bei Tesla spricht euch seine volle Solidarität in eurem Kampf gegen den drohenden Abbau von bis zu 100.000 Arbeitsplätzen und gegen die drohende Schließung von vier Werken aus. Wir haben erfahren, dass es bei euch gerade heiße Diskussionen darüber gibt, wie ihr diesem Angriff der Geschäftsleitung entgegentreten wollt. Wir wollen euch ermutigen, eure ganze Kampfkraft in die Waagschale zu werfen. ... Bei Tesla hat die Geschäftsleitung gerade verkündet, dass wir bald 50 Prozent mehr Autos bauen sollen, während die Belegschaft nur um 20 Prozent wächst. Dafür soll die Taktzeit massiv gesenkt werden. ... Unser Werksleiter André Thierig tritt offen gewerkschaftsfeindlich auf und wird nicht müde zu behaupten, dass bei VW trotz — oder vielmehr wegen — der starken IG Metall zehntausende Arbeitsplätze abgebaut würden. Damit will er unserer noch jungen und unerfahrenen Belegschaft „beweisen“, dass Gewerkschaften den Kolleginnen und Kollegen nichts bringen.
Also: Beweist ihm und euch selbst, dass eine organisierte Belegschaft in der Lage ist, solche Angriffe auf unsere Zukunft abzuwehren. Wie ihr mit diesem Angriff umgeht, wird eine große Ausstrahlung auf unsere Kolleginnen und Kollegen bei Tesla haben. Auch bei uns wächst immer mehr die Einsicht, dass die Geschäftsleitung nur eine Sprache versteht: Streik! Dann wird sich zeigen, dass wir kein Kostenfaktor sind, sondern diejenigen, die die Werte schaffen.

29. Juni - Vertrauenskörperleitung Thyssen Krupp Steel Europe Dortmund

... Das ist ein Generalangriff auf die gesamte Belegschaft und eine Reaktion auf den Rückfall des Konzerns im internationalen Konkurrenzkampf ... Hier hängen an jedem vernichteten Arbeitsplatz Existenzen, weitere Arbeitsplätze aus der Zulieferindustrie wie der Stahlindustrie, dem Bäcker um die Ecke, dem Friseur usw. und die Zukunft der Jugend.

Das ist eine Kampfansage an alle Belegschaften konzern- und branchenübergreifend

Das ist eine neue Qualität der Angriffe der Konzernvorstände und sie betreffen letztendlich alle Arbeiterinnen und Arbeiter, Angestellte, unsere Familien und die Lebensverhältnisse ganzer Regionen. Angriffe auf Arbeiterrechte und hart erkämpfte Errungenschaften, wie die Abschaffung des 8 Stunden Tags, den 1. Mai als Feiertag oder die Pläne zur Rentenreform mit dem Einstieg ab 70 Jahren sind nur Schlaglichter der aktuellen Sauereien. Das lassen wir uns nicht gefallen! Schließlich sind wir es, die hier die Werte schaffen! ... Ihr habt bereits 2024 den Kampf gegen die Arbeitsplatzvernichtung aufgenommen, was jetzt konsequent fortgesetzt werden muss. Und dabei könnt ihr euch unserer Solidarität und Unterstützung sicher sein.

Das muss offensiv beantwortet werden! Gemeinsam sind wir stark!