Bis zu 120 Euro mehr im Monat

Bis zu 120 Euro mehr im Monat

So belastet die Gesundheitsreform eine durchschnittliche Arbeiterfamilie

Die geplante Gesundheitsreform 2026/2027 („GKV-Sparpaket“) soll angeblich die Krankenkassen finanziell stabilisieren – doch besonders normale Arbeiterfamilien müssen dafür zahlen.

Korrespondenz
So belastet die Gesundheitsreform eine durchschnittliche Arbeiterfamilie
Viele werden viel weniger zur Verfügung haben. (Bild: Hải Nguyễn; Lizenz: Pexels)

Während auf der einen Seite Beiträge und Zuzahlungen steigen, werden Unternehmen spürbar entlastet und die Profite der Pharmaindustrie weitgehend geschont.

Beispiel einer „typischen Arbeiterfamilie“

(Vater Vollzeit mit 3.800 € brutto/Monat, Mutter Teilzeit oder nicht erwerbstätig, ein bis zwei Kinder)

 

  • „Arbeitnehmer-Anteil“ Krankenversicherung: Steigt von ca. 278 € auf 285–295 € pro Monat (+7 bis 17 €).
  • Neuer Partnerbeitrag (ab 2028): Für nicht erwerbstätige Ehepartner fallen 2,5 % des beitragspflichtigen Einkommens an – das sind bei diesem Einkommen rund 95 € zusätzlich im Monat.
  • Höhere Zuzahlungen: Bei Medikamenten, Behandlungen und Arztbesuchen kommen weitere 5–15 € pro Monat hinzu.

 

Gesamte Mehrbelastung: Bis zu 120 Euro pro Monat – das sind über 1.400 Euro im Jahr.

 

Besonders hart trifft es Familien mit nur einem Verdiener oder klassischen „Hausfrauen-Modellen“. Gleichzeitig profitieren die Unternehmen: Durch die Deckelung von Ausgaben und die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze werden Kapitalistenanteile stabilisiert und Kosten auf die Versicherten abgewälzt. Die Pharmaindustrie muss nur moderate Einsparungen hinnehmen – ihre hohen Gewinnmargen bleiben weitgehend unangetastet.

 

Fazit: Was als „Sparpaket“ verkauft wird, ist für viele normale Arbeiterfamilien eine spürbare Zusatzbelastung – bei gleichzeitig drohenden Leistungseinschränkungen in den kommenden Jahren.