Protest am Klinikum Essen
„Wir dürfen nicht schlafen, sonst machen sie uns kaputt“
Das sagte ein Kollege am Uniklinikum Essen am Dienstag, 30. Juni. Es wurde nicht nur die neue Nuklearmedizin eröffnet, sondern auch protestiert.
Zur Eröffnung der Nuklearmedizin wurden neben dem Essener OB Kufen auch NRW-Ministerpräsident Wüst, Landeswissenschaftsministerin Brandes und eben auch Bundesgesundheitsministerin Warken mit Chauffeur vorgefahren. Das Uniklinikum ist seit Jahrzehnten in der Nuklearmedizin tätig. Es wird eine engere Zusammenarbeit mit der Charité in Berlin angegangen.
Beschäftigte des Uniklinikums, die Vertrauensleute von Verdi und der Personalrat zogen mit ihrem lautstarken Protest gegen die Gesundheitsreform vom Haupteingang zum Lern- und Lehrzentrum, wo die Eröffnung gefeiert wurde. Trotz Schichtübergabezeit kamen ca. 65 Kolleginnen und Kollegen. Sie standen mit drei Transparenten, riefen Parolen und zeigten den vorbeifahrenden „Prominenten“ die Rote Karte.
Vor Ort waren auch Journalisten von WAZ, BILD und ZDF. Diese haben allerdings dann nur über die Eröffnung der Nuklearmedizin berichtet und nicht über den Protest der Beschäftigten.
Als nächsten Schritte haben sich die Kolleginnen und Kollegen vom Uniklinikum am 11. Juli an der Ruhrpott Rebellion in Essen beteiligt.