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Porsche: "Weg mit den Entlassungen! Streik!"

So sprachen wir heute die Kollegen am Werkstor bei Porsche an.

Korrespondenz
Porsche: "Weg mit den Entlassungen! Streik!"
(rf-foto)

Auch bei Porsche sind große Angriffe auf die Belegschaft im Gange: Bereits 2000 Kollegen wurden seit Dezember 2024 scheibchenweise entlassen, indem Befristungen nicht verlängert und Leiharbeiter abgemeldet wurden. Aktuell ließ Porsche die nächste Bombe platzen: 4000 weitere Arbeitsplätze sollen vernichtet werden, hauptsächlich im Entwicklungszentrum in Weissach bei Stuttgart.


Freunde der Kollegenzeitung "Vorwärtsgang" und Leute von der MLPD standen heute am Werkstor im Hauptwerk Zuffenhausen in Stuttgart.

 

Die Kollegen sagen: „Wir haben die Schnauze voll. Gut, dass du da bist, aber noch besser wäre es, wenn Du direkt zum Manager Leiters gehst und ihm die Meinung sagst."


Bei einer Umfrage, ob die Pläne mit Streik beantwortet werden müssen, machten ca. 70 Kollegen mit. Die absolute Mehrheit positionierte sich für Streik.

Meinungen waren:

  • "Die IG Metall sollte aktiver werden. Ich bezahle 50 Euro pro Monat, aber es passiert einfach nichts. "
  • Ein russischer Kollege sagte: „Ich danke dir, dass Du da bist, es lebe Lenin"
  • Ein anderer sagte: „Das ist der Kapitalismus"

 

Die Belegschaft ist sehr international zusammengesetzt. Viele migrantische Kollegen reagierten sehr positiv auf den Gedanken des Streiks und darauf, dass man Solidarität über Ländergrenzen hinweg organisieren muss. Eine Kollegin, die aus Tunesien kommt, kaufte das Rote Fahne Magazin und interessierte sich für die ICOR-Organisation PPDS aus Tunesien.


Ein Kollege meinte, man müsste nur die richtige Partei wählen, und meint damit ausgerechnet die Kapitalistenpartei AfD. Viele fallen leider immer noch auf deren Tarnmäntelchen als angebliche "Arbeiterpartei" rein. Ein anderer sagte: Ich gehe zurück nach Polen.


Erst Ende Juli soll die Belegschaft auf einer Betriebsversammlung offiziell über den Generalangriff des Managements informiert werden. Eine Kollegin dazu: „Ja, ja, genau vor den Ferien, damit wir uns nicht wehren können."

 

In der Spendendose waren am Ende mehr als 25 Euro und viele Kollegen haben Interesse, im Solidaritätskreis zum Kampf um jeden Arbeitsplatz mitzumachen.