An den Werkstoren
Viele Diskussionen über Streik
Unter den Belegschaften der deutschen Automobilindustrie brodelt es. Alles, was in den letzten Tagen bekannt geworden ist, treibt die Kolleginnen und Kollegen in den Werken – vor allem bei VW, Audi und Mercedes – um.
Entsprechend vielfältig und temperamentvoll waren die Gespräche heute an den Werkstoren. Selbstverständlich waren die Verteiler der Kollegenzeitungen auch heute wieder vor Ort. Solidarität kam am heutigen Tag – zum Beispiel in Hannover – selbstverständlich von der MLPD, den Kindern der ROTFÜCHSE und dem Frauenverband Courage.
Von Verteilerinnen und Verteilern der Kollegenzeitschrift „Vorwärtsgang“, die heute früh bei VW in Hannover verteilt wurde, wird berichtet, dass es große Zustimmung zur Losung „Abwarten ist der Tod" gibt. Aus Zwickau wird berichtet, dass die Kolleginnen und Kollegen "eigentlich" zu einem großen Teil für Streik sind. Ähnliches wird aus Hannover und Wolfsburg berichtet: Der Gesprächsbedarf ist dabei groß.
Viele wollen dafür auch die Aktionen der IG Metall am morgigen 9. Juli nutzen. Häufig besteht aber noch eine Unklarheit darüber, wer die Streiks auslösen darf bzw. soll. Das deutsche Streikrecht, das Streiks nur als Warnstreiks der Gewerkschaften und zu Tarifverhandlungen erlaubt, sorgt bei einer großen Reihe von Kolleginnen und Kollegen für Kopfschütteln.
In etlichen Betrieben wurden oder werden Pausenversammlungen und andere selbständige Aktivitäten organisiert.
In Zwickau beginnt um 15 Uhr eine Kundgebung auf dem Hauptmarkt, die von einem breiten Bündnis, an dem auch die MLPD mitarbeitet, veranstaltet wird.
Die Rote Fahne Redaktion wird weiter berichten.