Krieg im Mittleren Osten
Offener Krieg wieder ausgebrochen!
"Ich werde sie etwas vorwarnen, wir werden sie heute Nacht richtig hart treffen", sagte Trump am Mittwoch am Randes des NATO-Gipfels. Drei Tanker waren zuvor im Bereich der Straße von Hormus unter Beschuss geraten.
Das nahm Trump zum Anlass, um in der Nacht zum Mittwoch mehr als 80 Ziele im Iran anzugreifen. Diese Angriffe seien vier oder fünfmal stärker gewesen als die vor rund anderthalb Wochen, so das US-Nachrichtenportal „Axios“. Ziele waren Luftabwehrsysteme, Radaranlagen und über 60 kleine Boote. Von mehreren Orten im Iran, darunter Bandar Mahshahr und Bushehr, wurden Explosionen gemeldet. In der Nacht auf Donnerstag, der zweiten Nacht der Angriffe wurden weitere 90 Ziele attackiert. Laut dem iranischen Gesundheitsministerium sind bei den Angriffen bisher 14 Menschen um’s Leben gekommen und 78 weitere verletzt worden. Falls nötig, würden die USA auch zivile Infrastruktur, wie die Strom- und Wasserwerke des Landes ausschalten, so Trump.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte bezeichnete die Angriffe am Mittwochmorgen als „absolut notwendig“. US-Truppen sind allerdings, so oder so, nicht angegriffen worden, und Kritik an den drastischen Aussagen Trumps gibt es nicht – Rutte demonstriert nun die Loyalität, die Trump auf dem Gipfel eingefordert hatte.
Die iranischen Militärs beschossen daraufhin US-Stellungen in Kuwait und Bahrain, seit Donnerstag, auch Jordanien. In Bahrain seien demnach unter anderem US-Zerstörer und weitere Schiffe vor der Küste mit Marschflugkörpern attackiert worden. Außerdem soll es Drohnenangriffe auf ein Lager einer kurdischen Rebellengruppe in der Nähe von Erbil im Irak gegeben haben.
Beide Seiten kündigen Vereinbarungen auf
Die US-Regierung widerrief unmittelbar die Lizenz, die den Verkauf von iranischem Öl wieder ermöglicht hatte. Nachdem Trump den Waffenstillstand – nach den US-Angriffen – für beendet erklärt hatte, erklärten die Vertreter des iranischen Regimes nun die vor einigen Wochen geschlossene Absichtserklärung für „tot“.
Zudem lege man sämtliche Gespräche über einen Atom-Deal mit den USA auf Eis, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass berichtete. Ein Sprecher des Ausschusses für nationale Sicherheit kündigte an, dass der Iran aus dem Atomwaffensperrvertrag austreten werde. Damit wäre formal der Weg zu einer iranischen Atombombe frei. Weitere Drohungen folgten: Die Nukleardoktrin des Regimes könne geändert und neben der Straße von Hormus auch die Meerenge von Bab el-Mandeb komplett gesperrt werden.
Sowohl praktisch als auch formal ist der Waffenstillstand damit Geschichte – die Streitkräfte der faschistischen Trump Regierung und des faschistischen Regimes der iranischen islamischen Republik sind wieder zu offenen Kampfhandlungen übergegangen, allerdings haben beide Seiten die vergangenen Wochen nicht ungenutzt verstreichen lassen und ihre jeweiligen Verbündeten enger an sich gezogen. Die Gefahr, dass weitere Länder in den Krieg verwickelt werden und dieser damit zu einem offen regionalen Konflikt eskaliert, ist damit so hoch wie lange nicht. Ursprünglich hatten die USA und Israel durch den Überfall am 28. Februar den Krieg vom Zaungebrochen.