Slowakei

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Kollegenzeitung Vorwärtsgang findet auch den Weg nach Bratislava

Über den Umweg von Wien gelangt die Kollegenzeitung Vorwärtsgang ins nahe gelegene VW-Werk in Bratislava mit 12.000 Beschäftigten.

Von hr/Coburg

Der VW-Vorstand wird sich verwundert die Augen reiben, wenn er erfährt, dass die vom "Vorwärtsgang" nun auch auch in Bratislava waren. Sprach- und Ländergrenzen überwindend. Die düsteren Mienen auch der Nachtschichtkolleginnen und -kollegen hellten sich auf, als sie unsere Umhänger lasen, wo auf slowakisch stand: Wir lassen uns nicht spalten! Länderübergreifende Solidarität! Deutsch und slowakische VW-Arbeiter kämpfen gemeinsam! Proletarier aller Länder vereinigt Euch. Dobri (Gut) bis Velmi dobre (Sehr Gut) waren die Kommentare.

 

An einem von fünf Toren fanden 900 Exemplare reißenden Absatz. Was, wenn wir noch mehr Kräfte gewinnen und alle Tore und Schichten erreichen? Lesend gingen die meisten vom Tor zu ihren Arbeitsplätzen. Bei Einzelnen, mit denen wir trotz der Sprachbarrieren sprechen konnten, fand der Gedanke der Internationalen Autobilmobilarbeiterkoordinierung Zuspruch. Der Werkschutz war freundlich und einzelne zeigten Sympathie. Einige Kolleginnen und Kollegen waren auch bereit zu spenden, hatten aber nur ihre Karte dabei.

 

Der weite Weg und die Anstrengungen haben sich auf alle Fälle gelohnt. Wir informierten auch Freunde in Wien über diese Aktion mit dem Ziel sie zu gewinnen, damit solche Einsätze keine Eintagsfliegen bleiben und sie den Aufbau eine gemeinsamen Kampffront über Ländergrenzen hinweg in Zukunft unterstützen. Nicht zuletzt danken wir unserem Freund in Wien, wo wir vor dem Einsatz in Bratislava noch etwas zu Essen und Trinken bekamen und noch ein wenig schlafen konnten.