Braunschweig
Kämpferische IG-Metall-Aktion zum Schichtwechsel bei VW
Es war eine kämpferische Stimmung unter den Kolleginnen und Kollegen bei VW in Braunschweig. Viele Kollegen der Frühschicht blieben nach Feierabend stehen. Einige Kollegen der Mittagsschicht haben sich beim Meister abgemeldet und kamen noch mal raus.
In den Gesprächen war die Mehrheit der Meinung, dass richtige Streiks nötig sind und die Kundgebung höchstens ein Auftakt sein kann. Eine Kollegengruppe hatte ein Transparent mit der Aufschrift „Mitbestimmung durch Streik“ dabei. Eine Fotoaktion mit IG-Metall-Schildern gegen die Rentenpläne der Regierung wurde durchgeführt. Es gab nur eine Rede des 1. Bevollmächtigten der IG Metall und des stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden, ansonsten wurde laute Musik gespielt.
Beide griffen die VW-Pläne an und betonten, dass alle Werke betroffen sind, es nicht nur um die vier Werke geht, die in der Diskussion sind, und deshalb zeitgleich an allen Standorten Proteste stattfinden. Sie vertraten aber auch Illusionen in das VW-Gesetz. Andere Reden wurden trotz Protest nicht zugelassen, nicht mal das Überbringen von Solidaritätsadressen.
Ein Plakat der IAC (Internationalen Automobilarbeiterkoordinierung) mit der Liste der bereits eingegangenen Soli-Adressen wurde aber interessiert gelesen und die Adresse der Homepage wurde fotografiert. Der Gedanke des Widerstandskomitees, zusammen mit Leuten aus der Bevölkerung zu handeln, traf in den Gesprächen auf Zustimmung. Einige haben die Einladung mitgenommen oder sich in die Liste eingetragen. Außer der MLPD, einem Kind der ROTFÜCHSE und einer Rebellin waren auch zwei Genossinnen der Linken vor Ort, aber ohne Fahnen. Wir verkauften auch neun Rote Fahne Magazine und mehrere Kollegen wollen sich mit uns treffen.