Pressekonferenz zur Polizeigewalt gegen Verteiler der Kollegenzeitung "Vorwärtsgang" bei Audi Neckarsulm
Jetzt erst recht – Kampf um jeden Arbeitsplatz!
Die Pressekonferenz fand am 6. Juli „Open Air“ statt: direkt vor dem Eingang zum Unterländer Volksfest auf der Heilbronner Theresienwiese, mit dem Duft von Mandeln in der Luft, und dem Surren der Fahrgeschäfte im Hintergrund.
Sandrine vom Widerstandskomitee und vom Jugendverband REBELL moderierte die Konferenz. Lisa Gärtner und Dieter Reimold berichteten anschaulich über den Verlauf und die Hintergründe der Polizeieinsätze vor dem Werkstor von Audi Neckarsulm.
Lisa Gärtner vom Zentralkomitee der MLPD schilderte detailliert, wie Doris Kachel und sie beim Verteilen der Kollegenzeitung "Vorwärtsgang" festgenommen und wie Kriminelle behandelt wurden. „Wir praktizieren Arbeitersolidarität; wir sind keine Kriminellen. Warum ist der Audi-Vorstand ausgerastet? Weil sein Lügengebäude geplatzt war!"
Dieter Reimold, Sprecher der MLPD-Betriebsgruppe bei Audi Neckarsulm, hatte mit Kollegen der Internationalen Automobilarbeiter-Koordination (IAC) mehrfach die Audi-Kollegen in Belgien besucht. „Letztes Jahr in Brüssel wurde ein Jahr lang verhandelt. Wir waren mehrmals in Brüssel und haben die Kollegen unterstützt. Im Januar 2026 kam die Nachricht: Jetzt wird das Werk geschlossen. Aber zu diesem Zeitpunkt war die Produktion schon auf Null heruntergefahren, die Kollegen hatten nichts mehr in der Hand. Deshalb hat der "Vorwärtsgang" den Vorschlag gemacht, dass man vor der Aufsichtsratssitzung aktiv wird. Nur so können wir wirklich mitbestimmen. Ich bin eher ein ruhiger Typ. Aber was zurzeit abgeht, da muss man sich in die erste Reihe stellen.“
Sandrine vom Jugendverband REBELL und vom Widerstandskomitee stellte die Aktivitäten des am 3. Juli gegründeten überparteilichen Widerstandskomitees vor. „Das geht die ganze Region an.“