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IG Metall ruft zu Aktionstag am 9. Juli auf – selbständiges Startsignal des Kampfes am 8. Juli

Die IG Metall ruft aktuell bundesweit zu Protestaktionen für Donnerstag (9. Juli) auf. Am Donnerstag tagt der Aufsichtsrat von Volkswagen in Wolfsburg, um über drastische Angriffe auf die Belegschaft zu beraten. Die IG Metall antwortet mit Aktionen an allen wichtigen Konzernstandorten – von Wolfsburg über Emden, Zwickau, Hannover und Kassel bis hin zu Standorten von Audi, Porsche und MAN. Besonders stark wird die Beteiligung in Zwickau und Emden erwartet. In Wolfsburg ist eine große Kundgebung direkt am Vorstandshochhaus geplant.

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Der IG Metall Vorstand betont allerdings ausdrücklich, dass es sich nicht um Warnstreiks oder einen formellen Arbeitskampf handelt. Es sollen Informations- und Protestveranstaltungen vor allem der Vertrauensleute sein. Denn: Streiks seien wegen der Friedenspflicht nicht erlaubt.


Diese gewerkschaftlichen Aktionen sind zu begrüßen. Der IG-Metall-Vorstand reagiert auf die wachsenden Forderungen an der Basis, zu kämpfen. Sicherlich sind sie auch eine Reaktion auf den von der MLPD unterstützten Ruf „Ab dem 8. Juli Mitbestimmung durch Streik“.


Damit wächst aber die Bedeutung des 8. Juli noch: Dass die Belegschaften Signale des selbstständigen Kampfs und Streiks senden. Dass geklärt wird: Wenn die Gewerkschaften nicht zum Streik aufrufen dürfen – die Arbeiter können sich das Streikrecht sehr wohl nehmen. Denn wer glaubt denn ernsthaft, dass man eine frontale Attacke mit einem lauen Lüftchen abwehren kann?


Und: Wieso die Aktivität beschränken auf Vertrauensleute? Das geht alle Arbeiter etwas an!


Und wieso abwarten auf den Tag der Aufsichtsratssitzung? Vorher ein Signal des Kampfs und Streiks geben!