Südstadtfest
Grüße vom größten Stadtteilfest in Nürnberg
Am ersten Juli-Wochenende fand das Nürnberger Südstadtfest statt. Es ist ein außergewöhnliches Fest mit rund 60 Organisationen, Vereinen, Parteien und mit zwei Kulturbühnen.
Es wirbt damit, dass in Zeiten der Ausgrenzung hier jedermann seine Nachbarn kennenlernen kann. Und das Fest hält, was es verspricht: So gab es viele Informationsstände ganz unterschiedlicher Organisationen, kulinarische Stände aus vielen Teilen der Welt und ein abwechslungsreiches Kulturprogramm auch mit Kinderprogramm.
Wie jedes Jahr haben wir von der MLPD einen großen Infostand und Getränkeverkauf zur Finanzierung unserer Arbeit gemacht. Dabei standen Gespräche um den Generalangriff auf die Arbeiterklasse in der Automobilindustrie - vor allen Dingen bei VW -, aber auch der Angriff auf soziale Errungenschaften und der aggressive Antikommunismus gegen uns im Mittelpunkt. Viele Menschen kamen an den Stand, um sich aus erster Hand zu informieren, was wir inhaltlich vertreten und um Diskussionen um die Perspektive des Sozialismus zu führen.
Die Parole „ Mitbestimmung durch Streik“ war viel diskutiert. Vielen war gar nicht bekannt, dass wir in Deutschland ein so stark eingeschränktes Streikrecht nur für Tariffragen haben. Die meisten drückten ihre Solidarität mit den VW-Arbeiterinnen und -Arbeitern aus. Auch wenn noch keine Stimmung für Soliaktionen an den einzelnen Arbeitsplätzen bestand, so wanderten doch einige Euros schon in die erste Soli-Streik Kasse.
Wir verkauften Literatur - vor allen Dingen das Parteiprogramm zum Spendenpreis und viele Rote Fahnen, insgesamt in einem Wert von über 150 €. Der Jugendhilfsfond sammelte fast 30€, direkte Parteispenden gab es über 20€. Das steht ganz im Gegensatz zur aktuellen Antikommunismus-Blüte des DGB-Vorstandes in Nürnberg, welcher gerade verkünden ließ, dass der DGB nicht auf dem Bündnisflyer „Unkürzbar“ erscheinen wird, falls die MLPD als Unterstützerin auftauche.