Sartorius in Göttingen
Große Aufgeschlossenheit für die Solidarität mit den VW Kollegen
Mit vier Verteilern standen wir heute bei dem Biotech-Unternehmen Sartorius in Göttingen und haben die Erklärung des Zentralkomitees der MLPD "Die Arbeiteroffensive wird geboren – ab 8. Juli Mitbestimmung durch Streik! Kampf der Kriminalisierung der Arbeitersolidarität!" verteilt. Die Arbeiter bei Sartorius waren weitestgehend aufgeschlossen und nahmen das Flugblatt gerne.
Sie haben selbst erkannt, dass "die Arbeitsplatzvernichtung bei VW eine Blaupause für weitere Arbeitsplatzvernichtungen ist", dass "die Arbeiter zusammen halten müssen" und dass "die Arbeitsplatzvernichtung eine Bedeutung für die ganze Region hat" (Zitate aus den Gesprächen). Gleichzeitig gibt es aber noch Unsicherheiten, was man in solchen Fällen tun muss.
Viele waren der Ansicht, es ist eine Schweinerei. Manche sagte, man könne nichts machen, die Sache sei eh gelaufen. Bei der Frage, was zu tun ist, antworteten wir "Kampf um jeden Arbeitsplatz, Streik, es ist nie zu spät zu streiken". Bei Opel in Bochum verhinderte der große Streik 2004 die geplante Werksschließung um zehn Jahre.
In einer Stunde wechselten 8 Rote Fahne-Magazine zum Thema den Besitzer, 210 Flugblätter wurden verteilt und einige Broschüren "Kampf ums Streikrecht". Das ist vor allem in der Auseinandersetzung gelungen, was jetzt gebraucht wird. Und das ist Tiefgang, Durchblick, Kampfbereitschaft und vor allem eine starke revolutionäre Partei, die die Errungenschaften der Arbeiterklasse zusammenfasst und Schlussfolgerungen zieht. Es war den Kollegen ein Bedürfnis, die Kämpfe
der Arbeiter bei VW weiter zu verfolgen.
Es war das zweite Mal innerhalb von zwei Wochen, dass wir einen Infostand vor dem Sartorius-Werk in Göttingen gemacht haben. Bereits beim letzten Infostand wurden 6 aktuelle Rote Fahne-Magazine verkauft und 9 ältere Ausgaben als Probenummern mitgegeben. Das zeigt, dass sich unter der Arbeiterklasse etwas bewegt und die Arbeiter ein Bedürfnis nach Orientierung haben in einer Welt im Umbruch.