Mitbestimmung durch Streik ab dem 8. Juli!
Generalangriff der Kapitalisten: Gemeinsame Antwort der Arbeiterklasse!
Dieser Artikel ist in der aktuellen Extra-Ausgabe der Zeitung von Kollegen für Kollegen bei Ford Köln, Saarlouis und angegliederten Betrieben, „Scheinwerfer“, erschienen. Die Rote Fahne Redaktion dokumentiert:
VW kündigt die Vernichtung von 100.000 Arbeitsplätzen und vier Werksschließungen an. Mercedes will die 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich, die Belegschaft soll dieses Jahr auf ihre 18,4-Prozent-Einmalzahlung verzichten.
Die CDU-SPD-Regierung will die Rente mit 70, bei Krankheit will sie ein ärztliches Attest ab dem ersten Tag und sie will an die Lohnfortzahlung ran. Merz findet uns faul und unehrlich.
Durch diese Maßnahmen werden unsere hart erkämpften Rechte um Jahrzehnte zurückgeworfen. Das sind keine Reformen!
Das ist ein Generalangriff von Konzernen und Regierung!
Illusionen von Ruhe, „Sicherheit“ bis 2030 und Mitbestimmung zerplatzen wie Seifenblasen: Kriegt VW-Chef Blume von seinem Aufsichtsrat am 9. Juli keine Zustimmung, setzt er seine Pläne mithilfe einer Aktionärsversammlung durch. Die Losung der Kollegenzeitung „Vorwärtsgang“ bei VW / Audi / MAN / Porsche ist daher: „Ab 8. Juli Mitbestimmung durch Streik!“
VW / Audi ist so nervös, dass sie die Polizei riefen: solidarische Menschen der MLPD und Verteiler der Kollegenzeitung wurden verhaftet und stundenlang festgehalten! Ist Solidarität jetzt ein Verbrechen? Wo soll das enden? Diese Diktatur der Monopole mithilfe eines faschisierten Staatsapparates muss beantwortet werden: „Solidarität ist keine Einbahnstraße!“
Ford will per Sozialtarifvertrag weitere Hunderte Arbeitsplätze vernichten: im Werkzeugbau, FAG, Gastronomie, Werkschutz und in weiteren Bereichen. Zugleich wird die Ausbeutung durch Unterbesetzung an den Linien und im Ersatzteillager enorm gesteigert. Seit Monaten Überstunden, Leiharbeiter sollen jetzt für Beruhigung sorgen, Stammkollegen auf Facharbeiterplätze wechseln. Versucht Ford so, die kampfstarke Belegschaft zu zersplittern?
Die Konzerne haben panische Angst vor Arbeiterstreiks!
1000 folgten am 1. Juli in Köln dem Aufruf der Gewerkschaften und sagten BASTA! Über 30.000 protestierten bei Mercedes am 3. Juli während der Arbeitszeit. „Wer die Arbeiterklasse angreift, der kriegt es mit der geballten Kraft der Arbeiterklasse zu tun!“, so die IG-Metall-Jugend vor 3000 Leuten bei der „Ruhrpott-Rebellion“ am 4. Juni in Duisburg.
Monopole und Staat legen sich mit der gesamten Arbeiterklasse an. Organisiert haben wir Arbeiterinnen und Arbeiter Riesenkräfte! Setzen wir am Mittwoch, 8. Juli, ein gemeinsames bundesweites Signal gegen die Konzern- und Regierungspläne.
Gehen wir mit allen Belegschaften gemeinsam in die Offensive: Jetzt ist es Zeit für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich als Gesetz! Kampf um einen Lohnnachschlag! Alle Angriffe müssen vom Tisch!