Fridays for Future
Für die Einheit von Arbeiter- und Umweltbewegung
Angesichts der Hitze ruft Fridays for Future kurzfristig zu Kundgebungen und Demonstrationen auf. Morgen gibt es Aktionen in bislang 27 Städten unter dem Motto: „Schluss damit! Klima schützen, Reiche entlassen!“
Der Kampf gegen die reaktionären Energiepläne von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche ist völlig berechtigt. Die Umweltgruppen der MLPD beteiligen sich, wo es möglich ist.
Die Aktivitäten sind eine gute Gelegenheit, die Einheit von Arbeiter- und Umweltbewegung wieder zu stärken. Die Umweltbewegung ist herausgefordert, sich solidarisch an die Seite der Arbeiter gegen den Generalangriff von Monopolen und Staat zu stellen und sich in die aktuellen Kämpfe gegen Arbeitsplatzvernichtung und Sozialabbau einzubringen. Der erste Hitzestreik von Arbeitern in Bremen ist wegweisend. Streik ist notwendig im Kampf um Arbeitsplätze und Umweltschutz. Ersatzarbeitsplätze können unter anderem im Umweltschutz auf Kosten der Profite geschaffen werden.
Es greift zu kurz und ist einseitig, wenn im Aufruf von Fridays for Future kritisiert wird, dass die Politik die Interessen der fossilen Industrie über den Schutz von Menschen und Klima stellt. Das Buch „Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen!“ stellt zur Ursache fest: Es sind die ganzen Verhältnisse der kapitalistischen Konkurrenz, die von den internationalen Monopolen, bei Strafe ihres Untergangs, die Ausbeutung von Mensch und Natur auf die Spitze treiben. Die Klärung solcher Fragen ist Bestandteil der Strategiedebatte beim Internationalen Umweltratschlag vom 23. bis 25. Oktober 2026 in Stuttgart.