Emden
Emden: Rund 1500 VW-Kollegen demonstrieren für Erhalt aller Standorte
Heute haben 1500 VW-Kolleginnen und ‑Kollegen bei der IG-Metall-Aktion vor dem Haupttor bei VW Emden für den Erhalt aller VW-Standorte demonstriert.
Eine größere Delegation von jungen Azubis nahm mit dem Transparent „Fight for our future“ während ihrer Arbeitszeit teil. Kollegen mit Westen und Transparenten „Alle für Alle“ waren zu sehen. Weiterhin nahmen Delegationen von Brose Sitech, TKMS, EAFT, Ver.di-Kollegen, CGM-Gewerkschaftern, MLPD, Grünen und Linkspartei teil. Prägend waren Kollegen in Arbeitskleidung mit ihren Familien. VW-Rentner und Kollegen, die eigentlich frei hatten, kamen extra.
Ein Großteil der Kollegen, mit denen wir gesprochen haben, ist der Meinung: „Wir brauchen einen Streik.“ „Das ist erst der Auftakt.“ Mitbestimmung durch Streik ist genau richtig – das können wir gebrauchen. Die Frage ist oft: Wie bereitet man einen Streik vor? Wir haben an 1997 erinnert, als die Emder VW-Kollegen zur Übernahme der Azubis einen Streik mit Autobahnbesetzung durchgeführt haben und dies durchgesetzt haben.
Die Mehrheit hat noch eine Abwartehaltung: Mal sehen, was bei der Aufsichtsratssitzung rauskommt. Aus dem Ruhrgebiet haben wir die Erfahrung aus dem Bergbau, der Stahlarbeiter und von der "Ruhrpott-Rebellion" eingebracht. Ein Kollege: „Scheiß-Kapitalismus ist das hier.“
Von der Bühne wurde kämpferisch gesprochen – gegen Standortspaltung und für Solidarität. Das hat am meisten Beifall bekommen, und nicht, wenn auf Managerfehler orientiert wurde. Der Vertrauenskörperleiter von Brose Sitech hat betont, dass seine 600 Kolleginnen und Kollegen den VW-Kolleginnen und ‑Kollegen beim Kampf zur Seite stehen. Der Kampf geht weiter …