VW-Hannover

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Daumen hoch für anziehende Solidaritätskundgebung am Werkstor

Wie versprochen standen heute ca. 15 Freunde der VW-Kolleginnen und ‑Kollegen vor dem Haupttor vom VW-Werk in Hannover-Stöcken.

Korrespondenz aus Hannover
Daumen hoch für anziehende Solidaritätskundgebung am Werkstor
"Rotfüchse: Die Arbeiterkinder halten zusammen!" (rf-foto)

Mit einem Transparent „Keine Werksschließung – Mitbestimmung durch Streik ab 8.7.!“. Gemalt worden war es von einem jungen Mann von "Palästina soll leben!" für das Solidaritätskomitee. Hier mischen sich ganz neue Kreise in den Kampf um jeden Arbeitsplatz.


Aufsehen erregten auch die drei kleinen Mädchen der Kinderorganisation ROTFÜCHSE, die vor Ort ein schönes Solidaritätstransparent malten und eine Solidaritätserklärung vortrugen. Hier zeigten die Jüngsten, dass sie nicht bereit sind, eine Zukunft ohne Perspektive hinzunehmen oder sich in den Gang der Dinge zu fügen. Das beeindruckte auch viele VW-Kolleginnen und ‑Kollegen. Und die Rotfüchse waren darauf sehr stolz und trugen ihre Solidaritätserklärung am Mikro vor.


Insgesamt kamen eine Vielzahl von über 25 Solidaritätserklärungen an, die gar nicht alle bekannt gemacht werden konnten. Das hat sicher auch auf die Kolleginnen und Kollegen, die sich auch teils noch abseits aufhielten, Eindruck gemacht.


Der Werkschutz war gleich von Anfang an im Spiel. Allerdings hielten sie sich bedeckt und waren eher mit Hinweisen zur Sicherheit der Teilnehmer bemüht. Darauf angesprochen meinten sie: „Solange ich das Hemd anhabe, darf ich keine eigene Meinung haben!“ Auf den Konter „Man darf doch immer eine eigene Meinung haben“ korrigierten sie: „Ich darf sie aber nicht äußern!“ Hier zeigte sich, dass offenbar eine gewisse Sympathie existierte. Allerdings stellt sich VW in der Einrichtung auf härtere Auseinandersetzungen mit dem Aufbau einer speziellen Werkschutztruppe darauf ein, dass so ein Spielraum enger wird.

 

Heute Nachmittag gab es noch eine Kundgebung auf dem Stöckener Markt, um auch die Verbindung zu den Familien und Bewohnern im Stadtteil zu festigen. Offenbar, das zeigte ein Gespräch mit einem Kollegen, der nicht gut Deutsch sprach, waren die Pläne zur Werksschließung gar nicht überall deutlich geworden.


Das wurde mit kleinen Aktionen heute auch mit dem Malen mit Straßenkreide weiter in der Öffentlichkeit bekannt gemacht, und für die Losung „Ab 8. Juli – Mitbestimmung durch Streik!“ wurden weiter Unterstützer gewonnen. Denn: Über die Streikbereitschaft wird auch am Küchentisch entschieden.