Arbeiterkampf

Arbeiterkampf

Ab dem 8. Juli gilt’s: Gemeinsam gegen Angriffe von VW, Mercedes, Stellantis und Bundesregierung!

Dieser Artikel ist in der aktuellen Ausgabe der gemeinsamen Zeitung von Kollegen für Kollegen aller Opel-Werke und Zulieferer in Deutschland, „Der Blitz“, erschienen. Die Rote Fahne Redaktion dokumentiert:

Aus der Kollegenzeitung „Der Blitz“

Was bei VW passiert, ist ein Generalangriff auf uns alle: 100.000 Arbeitsplätze sollen vernichtet, vier Werke geschlossen werden. Mercedes will die 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich, streicht das T-Geld für 2026: Geltende Tarifverträge werden einfach in der Luft zerrissen. Im Auftrag des Kapitals will die Bundesregierung drastische Einschnitte bei Arbeitszeit, Rente und Krankenversicherung.

 

Unsere IG-Metall-Vorsitzende Benner sagt zu Recht: „Sollten solche Pläne vorangetrieben werden, würden wir sie mit aller Macht verhindern!“ Dem müssen jetzt Taten folgen! Die Vertrauensleute von Mercedes in Stuttgart rufen auf: „Die Bosse wollen Klassenkampf? Können sie haben!“

 

Auch Stellantis greift uns an: 800.000 Autos sollen aus dem Programm. Die Werke Madrid und Rennes gehen an chinesische Konzerne, Eisenach steht offen infrage. Die Astra-Zusage für Rüsselsheim ist keine Entwarnung, drei Jahre sind noch lang. Ja, der Konzernvorstand ist nach dem Aktionstag im März und den Protesten im Adam-Opel-Haus vor Werkschließungen zurückgewichen. Auch die Übernahmen unserer Azubis haben wir erkämpft. Aber vom Tisch ist der Stellantis-Kahlschlag nicht. Um uns durchzusetzen, braucht es aber einen deutlich härteren Kampf! Schon ist von weiteren Produktionsabsenkungen ab August die Rede, Hunderte Leiharbeiter sollen gehen.

 

Wie Seifenblasen zerplatzt bei VW, Mercedes und bei uns allen die Illusion der „Mitbestimmung“: Der „Zukunftsvertrag“ bei VW hat gerade anderthalb Jahre gehalten. Die kleinbürgerliche Denkweise, dass unsere Zukunft am Erfolg „unseres Konzerns“ hängt, führt allein zum Ausverkauf unserer Arbeiterinteressen.

Eine echte Mitbestimmung haben wir nur im konsequenten Streik für unsere Forderungen!

Die Kapitalisten und ihre Regierung behaupten, wir seien zu teuer. Aber die Umsätze pro Kopf steigen seit Jahren, unser Lohnanteil liegt bei nur noch 5 Prozent! Der wahre Hintergrund: die kapitalistische Vernichtungsschlacht! Jahrelang haben westliche Autokonzerne Monopolpreise diktiert – mit 45.000 Euro pro Auto im Schnitt. Chinesische Konzerne unterbieten das mit 25.000 Euro und technischem Fortschritt bei E-Mobilität. Ein Kapitalist legt sein Geld dort an, wo er Maximalprofit und Beherrschung des Weltmarktes erwartet. Die Diktatur der Monopole ist Ursache von Ausbeutung, Krieg und Umweltkatastrophe. Höchste Zeit, dem Kapitalismus den Kampf anzusagen. Höchste Zeit für eine sozialistische Perspektive!

 

Dafür müssen wir Freund und Feind kennen: Kanzler Merz war von VW von Anfang an eingeweiht. Alice Weidel hetzt offen gegen VW-Arbeiter und angeblich „explodierende Lohnkosten“. Auch da zeigen die AfD-Faschisten ihr hässliches Gesicht als Erzfeinde der Arbeiterklasse! Ihr Antikommunismus diffamiert gewerkschaftliche und revolutionäre Positionen und will uns Arbeiter spalten und schwächen. Dem erteilen wir eine klare Absage! Die Vertrauensleute von Mercedes schreiben: „Zukünftig gibt es keine Betriebsversammlung, keine Betriebsratssitzung, keine Gewerkschaftsversammlung ohne politische Diskussion.“

 

Am Freitag, 3. Juli, haben 33.000 Mercedes-Kollegen den Aufschlag gemacht. Jetzt sind wir alle gefordert: Setzen wir ab dem 8. Juli unsere Mitbestimmung mit Streik durch! Reihen wir Opelaner uns ein – mit Kampfaktionen und Streiks in unseren Werken! Solidarität mit den Kollegen bei VW und Mercedes und Kampf um jeden Arbeitsplatz bei Stellantis. Die Angriffe der Bundesregierung müssen vom Tisch!

In den Marken getrennt, im Kampf vereint!

Volle Entfaltung der gewerkschaftlichen Kampfkraft – mit Streiks, Versammlungen, Demonstrationen, Erklärungen!

Für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich!

Selbstständiger Streik für jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz – international, konzern- und branchenübergreifend!

Für ein vollständiges und allseitiges gesetzliches Streikrecht!