Arbeiterkampf

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Ab 8. Juli: Mitbestimmung durch Streik!

Dieser Artikel der Redaktion Sindelfingen ist in der aktuellen Extra-Ausgabe der Zeitung von Kolleginnen und Kollegen für Kolleginnen und Kollegen bei Mercedes-Benz und Daimler Truck, „Die Stoßstange“, erschienen.

Aus der Kollegenzeitung „Die Stoßstange“

Am Freitag, den 3. Juli, standen in allen deutschen Mercedes-Werken 33.000 Kolleginnen und Kollegen vor den Toren, allein in Sindelfingen 20.000, aber auch in Untertürkheim, Bremen, Rastatt, Düsseldorf, Marienfelde usw. Der Generalangriff der Autokonzerne mit VW und Mercedes an der Spitze, gestützt auf ihre Verbände und ihre Regierung, ist bitter ernst gemeint.

 

Die Losung „Ola raus!“ wurde tausendfach gerufen und nimmt die Konzernspitze völlig berechtigt ins Visier.

 

Allein der VW-Vorstand will 100.000 Arbeitsplätze vernichten und vier Werke schließen: Audi Neckarsulm, VW Emden, Zwickau und Hannover. Folgt die Aufsichtsratssitzung am 9. Juli dem Plan nicht, will er ihn mit einer außerordentlichen Aktionärsversammlung im August gegen den Willen des Aufsichtsrats durchsetzen. Illusionen, wie „die Mehrheit im Aufsichtsrat“, das „VW-Gesetz“ oder irgendwelche „Verträge schützen uns“ platzen wie Seifenblasen.

 

Auch die sogenannte „Zukunftssicherung“ mit dem „Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis 2035“ hält den Mercedes-Vorstand nicht davon ab, die 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich zu fordern, tarifliche Sonderzahlungen zu verschieben, das Homeoffice abschaffen zu wollen und mit dramatischen Auslagerungen zu drohen. Ob die nächste E-Klasse noch aus Sindelfingen kommt, wird infrage gestellt usw. Die 40-Stunden-Woche bei der aktuellen Auslastung wäre Ausgangspunkt weiterer Arbeitsplatzvernichtung, wie es bereits in den letzten Jahren trotz Zukunftssicherung praktiziert wurde.

 

Die Lebenslügen von der „Mitbestimmung“ und vom „Co-Management“ sind offen gescheitert!

 

Jetzt gilt: Ab 8. Juli MITBESTIMMUNG DURCH STREIK!

 

Deshalb müssen jetzt alle Automobil- und Industriearbeiter zusammen in die Offensive gehen. Bei VW muss der Vorstand schon vor der Aufsichtsratssitzung spüren, was die Belegschaft von seinen Plänen hält: Kein Auto, kein Getriebe, keine Achse und kein Ersatzteil wird produziert oder verlässt das Werk.

 

Wir machen sofort deutlich, dass wir diesen Generalangriff nicht hinnehmen. Über solche Angriffe gibt es nichts zu verhandeln. Zu oft haben wir gehofft, dass damit das „Schlimmste“ verhindert wird.

 

Die Vertrauensleute bei Mercedes Untertürkheim haben mit ihrer Resolution „Schluss jetzt! Protest, Widerstand, Streik! Die Bosse wollen Klassenkampf? Können sie haben!“ ein klares Signal gegeben.

 

Monopole und Staat erklären uns als Arbeiterklasse in Europa mit ihren Angriffen den Kampf. Wir sind geschlossener und besser organisiert als unsere Gegner, die kein Problem mehr gelöst kriegen.

 

Schützenhilfe bekommen die Konzerne und die Regierung von der faschistischen AfD, die „explodierende Energie- und Lohnkosten …“ als Ursachen sieht, und damit deutlich macht, was die Arbeiterklasse von der selbsternannten „Arbeiterpartei“ zu erwarten hat. In Erfurt gaben über 50.000 Antifaschisten ein klares Signal gegen die Verharmlosung der AfD als normale Partei.


Unsere Klasseninteressen müssen wir selbst vertreten, statt auf eine faschistische Kapitalistenpartei wie die AfD zu hoffen!

Unsere Antwort:

  • Wir gehen gegen den Generalangriff von Monopolen und Regierung in die Offensive!
  • Die Pläne des VW-Vorstands müssen vollständig vom Tisch!
  • Der Trafo-Baustein bei Mercedes muss vollständig mit dem Juli-Lohn ausbezahlt werden!
  • Homeoffice bleibt im Rahmen möglich!
  • Die E-Klasse bleibt in Sindelfingen!
  • Über 40-Stunden-Woche wird nicht verhandelt!
  • Wir fordern 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich!