Am Mercedes-Tor in Hamburg

Am Mercedes-Tor in Hamburg

Was ist zu tun und wie schätzen wir die Angriffe bei Mercedes ein?

Am Dienstag wurde auch am Betriebstor vor dem Achsenwerk von Mercedes in Hamburg die Betriebszeitung „Stoßstange" verteilt.

Von der Kreisleitung Hamburg-West der MLPD

Zunächst verhaltene Reaktion auf den Aufmacher: „Die Zeichen stehen auf Kampf!" Ein Kollege: „Das Programm von Mercedes soll uns nur einschüchtern, um den Sozialkahlschlag durchzusetzen" Andere waren dagegen über die Wucht der Angriffe tief betroffen. Ein Kollege lehnte aber auch ab: „Ich bin rechts, gaaanz rechts.“

 

Dann reges Interesse bei dem Zusatz: „In Bremen haben sie am Freitag kurzzeitig die Arbeit niedergelegt." Viele Kollegen der Spätschicht nahmen jetzt auch mehrere Exemplare der Kollegenzeitung in den Betrieb mit. Die Frühschicht, war beim Rauskommen so schon über die
Arbeitsniederlegung informiert, jetzt nahmen 70 bis 80 Prozent  die Kollegenzeitung;

 

Die Auflage wurde vollständig verteilt. Einige Kollegen spendeten für die Betriebszeitung, auch ein 5-Euro-Schein war dabei. Noch wenige sagten: „Genau richtig, Streik" Viele stimmten aber zu, dass jetzt die Zeit ist, sich über die Gegenwehr auseinanderzusetzen; der Initiative aus Bremen wurde große Achtung entgegengebracht. Ein Kollege sprach von sich aus die großen Zusammenhänge an: „Erst die große Wirtschaftskrise, dann kommt der Krieg!"