Zwickau

Zwickau

Vor den Toren von VW Mosel – Kollegen aufgeschlossen, viele tiefgehende Gespräche Geschäftsleitung ruft Polizei

Das Verteilen des "Vorwärtsgang-Extra" mit dem Aufruf „Ab 8. Juli Mitbestimmung durch Streik“, war verbunden mit vielen grundlegenden Gesprächen.

Korrespondenz
Vor den Toren von VW Mosel – Kollegen aufgeschlossen, viele tiefgehende Gespräche Geschäftsleitung ruft Polizei
Bild von der Unterschriftensammlung für die Wahlzulassung der Internationalistischen Liste / MLPD vor VW in Zwickau (rf-foto)

Wir trafen auf eine sehr nachdenkliche Belegschaft. In den Köpfen geht viel vor sich. Der Streikgedanke „die Sprache, die die Herren verstehen“ wird mehr und mehr aufgegriffen. Aber nicht selten verbunden damit: „Das ist richtig, aber wie kriegen wir das hin?“ Enttäuschung, Frust und eine Stimmung wie „Alles zu spät“ oder „Gegen die da oben kann man nichts machen“ müssen dazu noch überwunden werden. 

 

Wie schon oft tauchte der Werkschutz auf. Es folgte eine besondere „Lehrstunde in Demokratie“ und „Unterdrückung der Arbeitersolidarität“. Hier zeigte sich einmal mehr die Angst der VW‑Geschäftsleitung und wie wichtig der "Vorwärtsgang" tatsächlich ist.

 

Denn zusätzlich zum Werkschutz erschien am Haupttor die Polizei. Da schon mehrfach die Behauptung, Verteilen auf öffentlichem Grund wäre Hausfriedensbruch, nicht haltbar war, versucht man es mit einer neuen Taktik: Den vier Verteilern wurde ein 24-Stunden-Platzverweis erteilt und ein lebenslanges Hausverbot angedroht. Das erinnert an das noch schärfere Vorgehen am Audi-Werk in Neckarsulm.

 

Das kann und wird so nicht stehen bleiben. Das geht jeden Kollegen an. Denn damit will man den Zusammenschluss der Belegschaften vom gesamten Konzern verhindern. Doch der Schuss geht nach hinten los. Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz und um demokratische Rechte gehören zusammen! Weg mit allen Behinderungen und Bedrohungen gegen Verteiler des "Vorwärtsgang"!