Ford
Stimmen zum brutalen Polizeieinsatz bei Audi Neckarsulm
Auch bei Ford wird an den Toren seit Jahrzehnten eine Kollegenzeitung verteilt, der „Scheinwerfer“, und Genossinnen und Genossen der MLPD stehen regelmäßig am Tor, verkaufen die Rote Fahne und Literatur und stehen der Belegschaft solidarisch zur Seite. Ich informiere meine Kollegen über den brutalen und mehrfachen Angriff von Polizisten bei Audi Neckarsulm.
Hier ein paar Stimmen – einhellige Ablehnung, Verwunderung, Solidarität mit den Betroffenen und Nachdenklichkeit prägen das Bild:
„Das finde ich nicht korrekt, Polizei gegen diese Menschen einzusetzen. Das ist doch Meinungsfreiheit, was zu verteilen! Das geht gar nicht. Und dann noch gegen eine 72-Jährige – die arme Frau!“
„Das ist krass. So was kenne ich von pro-kurdischen Demonstrationen. Da mussten wir mal sechs Stunden auf den Knien im Regen hocken. Aber so was, wie da passiert ist, ist neu … Die Regierung handelt hier im Interesse von Audi.“
„Unglaublich! Natürlich, die haben Angst vor den Protesten und Streiks der Arbeiter. Das wird noch schlimmer werden. Wie in der Türkei.“ Der Kollege stimmt zu, dass wir um unsere demokratischen Rechte kämpfen und das nicht zulassen dürfen.
Ein anderer überlegt, warum von Audi so heftig gegen die Kollegenzeitung vorgegangen wird: „Weißt du, der "Scheinwerfer" (Kollegenzeitung bei Ford) wurde früher selbst von der IG Metall immer so abgetan. Nach dem Motto: ‚Lass die mal reden …‘ Aber es stimmt ja, was da drinsteht. Das ist jetzt klar. Und jetzt will auch die IG Metall den 'Scheinwerfer' mit im Boot haben. Da verändert sich was …“