Ruhrpott-Rebellion

Ruhrpott-Rebellion

Sozialkahlschlag kein „deutsches“ Problem

Kürzlich diskutierten wir bei einer Ver.di-Vertrauensleutesitzung über die Ruhrpott-Rebellion und was gegen die Angriffe durch die Regierung auf die erkämpften sozialen Errungenschaften zu tun ist.

Korrespondenz

Eine ältere Kollegin: „Wen sollste denn da noch wählen? Die SPD macht ja nichts gegen dieses Programm!“ – „Nicht mal einen Kompromiss gibt es, die SPD macht das alles mit“, so die anwesende Gewerkschaftssekretärin. Ihr Plan ist, einen Batzen Protest-Unterschriften an den örtlichen SPD-Abgeordneten im Bundestag zu übergeben.

 

Darauf eine andere Kollegin: „Das ist nicht das Problem von der einen oder anderen Partei. Guckt euch doch mal um in Europa. Überall werden die gleichen Sparprogramme gemacht und gleichzeitig die Rüstungsausgaben und Subventionen für die Unternehmen hochgefahren. Aber überall gibt es auch Proteste und sogar Generalstreiks dagegen. Die Ruhrpott-Rebellion kommt doch jetzt genau richtig. Wir müssen in eine höhere Gangart schalten!“


Erste Kollegin: „Aber wie du das sagst, ist das ja ein systemisches Problem. Da müssten wir ja länderübergreifend zusammen was machen. Aber wir müssen erstmal bei uns anfangen.“ Hier gibt es noch viel Diskussionsstoff, aber klar war: Bei der Ruhrpott-Rebellion sind wir dabei!

 


Tatsächlich gab es 2026 mindestens in Italien, Spanien, Portugal, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Großbritannien und Deutschland Proteste, Demos und Streiks gegen Pläne der jeweiligen Regierungen, das Rentenalter zu erhöhen, Arbeitslosengeld zu kürzen, das Gesundheitssystem zusammenzustreichen u.v.m. Darunter waren Generalstreiks (Belgien, Spanien, Portugal) und nationale Streiks im öffentlichen Verkehr (Deutschland, Niederlande). Der Kampf gegen die Abwälzung der Lasten von Kriegsvorbereitung und Krisen auf die breiten Massen ist kein deutsches Problem, sondern eine internationale Angelegenheit!