Erfurt

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Simson-Nachfahre protestiert gegen die AfD

Die in Suhl produzierten Mopeds der Marke Simson wie "Schwalbe" oder S50/51 sind bei vielen Jugendlichen Kult und stehen für ostdeutsches Lebensgefühl und Mobilität. Immer wieder zeigen sich AfD-Politiker nicht nur in Thüringen mit den Mopeds oder organisieren Ausfahrten.

Korrespondenz

Dennis Baum, Nachfahre der jüdischen Familie Simson, hat sich nun beim Protest gegen den AfD-Bundesparteitag klar gegen die AfD positioniert. Seine Familie sei bis heute jüdischen Glaubens. Das passe nie mit dem Programm der AfD zusammen, sagte der 82-Jährige. "Die Drohungen gegen Einwanderer, Menschen anderer Hautfarbe und sexuelle Minderheiten sind uns ein Gräuel, an dem wir keinen Anteil haben wollen." Baum beschrieb es als "großen Schock", als er über das Internet von dieser "Nähe" erfahren hatte.

 

Das Werk in Suhl, in dem in der DDR Mopeds der Marke Simson gebaut wurden, geht auf die jüdischen Brüder Simson zurück. Es ist damit Teil der jüdischen Geschichte Thüringens. Die Familie war 1936 von den Hitlerfaschisten aus Deutschland vertrieben worden und in die USA geflohen.

 

Siehe auch: Simson fahren und AfD wählen passt nicht zusammen