Chile
Landesweiter Protesttag gegen Kasts volksfeindliche Politik
Am 2. und 3. Juli protestierten in Chile schätzungsweise Zehntausende Menschen in mindestens vier Städten (Concepción, Santiago, Valparaíso und Curicó) unter der Losung: „A parar a Kast y su ofensiva empresarial y antipopular" – Kasts volksfeindliche Unternehmeroffensive stoppen.¹
Auf Demonstrationen und Kundgebungen folgte ein landesweit organisierter Cacerolazo (Topfschlagen) am Abend. Die Proteste richteten sich gegen Treibstoffpreiserhöhungen, die Verlängerung der Arbeitszeit auf bis zu 52 Wochenstunden, Kürzungen in Bildung, Gesundheit, Wohnraum und Kultur, weitere Privatisierungen sowie die Kriminalisierung vor allem der Jugend durch Projekte wie „Escuelas Protegidas" (ein Gesetz zur Ausdehnung der Polizeipräsenz in Schulen) und das „Registro de vándalos" (Register für Protestbeteiligte).
Aufgerufen hatten verschiedene Asambleas Populares (lokale Volksversammlungen) und Asambleas Antifascistas, Studierendenorganisationen sowie klassenkämpferische Gewerkschaften. Auffällig ist, dass dieser landesweite Protesttag von den bürgerlichen Massenmedien in Chile vollständig totgeschwiegen wird. Für den 27. und 28. Juli haben Gewerkschaftsverbände und soziale Organisationen bereits den nächsten landesweiten Protesttag in Verbindung mit einem Paro Nacional (Generalstreik) angekündigt.