Pressemitteilung von UPOTUDAK

Pressemitteilung von UPOTUDAK

Jeden Dienstag sagen Gefangene im Iran Nein zu Hinrichtungen!

UPOTUDAK – Internationales Komitee für Solidarität mit politischen Gefangenen berichtete (Auszüge):

Jeden Dienstag sagen Gefangene im Iran Nein zu Hinrichtungen!
(foto: Screenshot)

Gefangene im Iran setzen jeden Dienstag einen der mutigsten Akte des Widerstands im Land fort, indem sie gegen Hinrichtungen in den Hungerstreik treten. Dieser Protest, der inzwischen als „DIENSTAGE NEIN ZU HINRICHTUNGEN“ bekannt ist, begann im Januar 2024 im Ghezel-Hesar-Gefängnis. Alles begann, als zum Tode verurteilte Gefangene sahen, wie ihre Zellengenossen zur Hinrichtung abgeführt wurden. Statt still auf ihre eigene zu warten, entschieden sie sich zum Widerstand. Ihre Aktion begann als ein Aufschrei aus dem Todestrakt, ist aber inzwischen zu einer landesweiten Gefängnisbewegung geworden.


Bis Dienstag, den 30. Juni, hat die Kampagne ihre 127. Woche erreicht und sich auf 57 Gefängnisse im ganzen Iran ausgeweitet. Das jüngste Gefängnis, das sich der Bewegung angeschlossen hat, ist das Gefängnis von Kerman. Das bedeutet, dass Gefangene im ganzen Land – von Evin und Ghezel Hesar bis Ahvaz, Zahedan, Tabriz, Sanandaj, Kermanshah, Schiras, Rasht und vielen weiteren Gefängnissen – eine gemeinsame Forderung erheben: STOPPT DIE HINRICHTUNGEN.

 

Diese Kampagne verdient eine viel breitere Unterstützung. Viele Menschen außerhalb Irans, und sogar viele Iranerinnen und Iraner im Ausland, wissen noch immer nichts von dieser Kampagne. Doch diese Gefangenen riskieren Bestrafung, Isolation, den Entzug grundlegender Rechte und sogar den Tod, um das grundlegendste Menschenrecht zu verteidigen: das Recht auf Leben.

 

Die Islamische Republik hat Hinrichtungen immer als Waffe der Angst eingesetzt. Das ist kein System der „Gerechtigkeit“. Es ist ein System der Bestrafung und Einschüchterung. Es wird gegen politische Gefangene, Demonstrierende, unterdrückte nationale Minderheiten, Frauen, Arbeiterinnen und Arbeiter, Arme, religiöse Minderheiten und viele andere eingesetzt, denen das Recht auf ein faires Verfahren und grundlegende rechtliche Garantien verweigert werden. Erzwungene Geständnisse, Folter, geheime Prozesse und vage Anklagen wie „Feindschaft gegen Gott“, „Korruption auf Erden“, „Spionage“ oder „Zusammenarbeit mit dem Feind“ werden benutzt, um staatliche Tötungen vorzubereiten.

 

Die Zahlen sind erschütternd. Im Jahr 2025 registrierten Menschenrechtsbeobachter mindestens 1639 Hinrichtungen im Iran — ein enormer Anstieg gegenüber 975 Fällen im Jahr 2024. Der weltweite Bericht von Amnesty International nennt für 2025 sogar mindestens 2159 Hinrichtungen im Iran. Wie auch immer die genaue Zahl lautet, die Schlussfolgerung bleibt dieselbe: Die Islamische Republik hat den Galgen zu einem ihrer wichtigsten Herrschaftsinstrumente gemacht. ...

 

Hier gibt es die komplette Pressemitteilung