Europa
Hitzewelle: Nur schlimm, wenn es "die Wirtschaft" trifft?
Ganz Europa ächzte zehn Tage lang unter einer rekordverdächtigen Hitzewelle. Da kommt eine Studie heraus und offenbart: jeder Hitzetag kostet die deutsche Wirtschaft 431 Millionen Euro.
97 Prozent dieser Verluste gehen darauf zurück, dass die Arbeitsproduktivität sinkt. Pro Grad Celsius der Außentemperatur oberhalb von 25 Grad Celsius sinkt demnach die Produktivität um zwei Prozent. Eine natürliche Reaktion des Körpers, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden.
Die Studie besagt: „Besonders in zeitlich gebundenen, getakteten oder kundenabhängigen Arbeitsprozessen lassen sich diese Einbußen schlecht auffangen, sodass Produktivitätsverluste direkt wirksam werden und sich mit zunehmender Dauer und Intensität von Hitzeperioden verstärken". Es ist schon verrückt. Dass unser aller Lebensgrundlage vor die Hunde geht, hunderte Tierarten aussterben, Landstriche zu Wüsten werden, künftige Generationen vielleicht keine Orte mehr zum Leben finden - alles im Kapitalismus irgendwie kein zwingendes Argument, konsequente Umweltschutzmaßnahmen zu ergreifen. Aber wenn die Hitze dazu führt, dass man die Arbeiter nicht mehr effektiv ausbeuten kann, dann wird es ernst.
Was ist das für ein verkommenes Gesellschaftssystem, in dem die Zerstörung der Lebensgrundlagen nichts zählt, aber Verluste für die Konzernprofite? Es sind ja Leute wie du und ich, die bei der Hitze an den Bändern stehen und leiden. Doch um die Menschen geht es im Kapitalismus nicht. Auch und gerade die heißen Tage zeigen uns: Wir brauchen ein sozialistisches Gesellschaftssystem, bei dem der Mensch und die Einheit mit der Natur im MIttelpunkt steht.