Leserbrief
Ein paar Gedanken zur Hitze
Ein Leser aus Wuppertal schreibt:
Es ist gut und wichtig, dass ihr auf Rote Fahne News über die Extremhitze als Ausdruck der globalen Klimakrise und Bestandteil der fortschreitenden globalen Umweltkatastrophe aufklärt. Wichtig ist Eure Aufklärung über Hintergründe, Gefahren und Vorschläge auch zur persönlichen Vorsorge und vor allem über die Notwendigkeit eines gesellschaftsverändernden Umweltkampfes.
Natürlich treibt die Masse der Leute vor allem um, wie sie mit der Hitze umgehen sollen, was diesbezüglich noch alles auf sie zukommt, wie das mit der Extremhitze noch weitergeht usw. Die Auswirkungen sind jedoch viel allseitiger und sie haben auch bereits Auswirkungen auf weitere Lebensbereiche und auf die kapitalistische Produktion.
Schon gibt es auf Autobahnen gefährliche Aufplatzungen und Sperrungen. Es gibt unterbrochene Zugverbindungen und die DB warnt ihre Fahrgäste, „unnötige“ Fahrten zu vermeiden. Reisende nach Antalya saßen kürzlich wegen einer technischen Panne stundenlang in einem Flieger bei großer Hitze fest, ohne Klimaanlage. In Frankreich gab es zeitweise regional keinen Strom und ein AKW wurde abgeschaltet, weil es nicht gekühlt werden konnte. Das ließe sich beliebig fortsetzen.
Doch vor allem weltweit ist die Extremhitze weit gravierender für die Massen. UN-Generalsekretär António Guterres benennt unter anderem die Verbrennung fossiler Brennstoffe als Ursache und warnt bezüglich der Klimakatastrophe vor den Gefahren von KI wegen extremem Energie- und Wasserverbrauch. Er klagt die imperialistischen Staaten an und fordert, gegen diese Ursachen mit drastischen Maßnahmen vorzugehen. Das kann auch gut in der Bündnisarbeit genutzt werden.
Inzwischen kann man meines Erachtens auch kaum mehr die Begrifflichkeit verwenden, die Bundesregierung fahre den Umweltschutz zurück, mache eine Rolle rückwärts usw. Das trifft zwar auch zu, ist aber zu harmlos. Es geht vielmehr darum, dass sie als Dienstleister der Monopole und mit ihnen für die Maximalprofite ganz mutwillig und bewusst die Klimakatastrophe anheizen und die fortschreitende globale Umweltkatastrophe befeuern und bereit sind, dafür Millionen Menschenleben zu opfern. Sie sind wahre Brandstifter.
Es kommt in dem Zusammenhang auch öfter mal die Frage auf, dass die Verursacher doch selber betroffen seien und auch Kinder hätten. Das wäre sicher mal einen extra Artikel wert und eine Werbung für das theoretische Organ der MLPD, den REVOLUTIONÄREN WEG.
Die Auseinandersetzung mit der faschistischen AfD ist meines Erachtens in dieser Frage zu schwach und beschränkt sich auf ihre Position als „Klimaleugner“ und darauf, dass es Extremhitze schon immer gegeben habe. Als moderne Faschisten gehen sie anders und international abgestimmt vor.
Im letzten Jahr forderte die AfD im Landtag NRW berechtigte Schutzmaßnahmen für die Massen; natürlich nicht, dass die Monopole zahlen oder dass Front gegen die Ursachen gemacht wird. In Baden-Württemberg betreibt die AfD das gleiche Spiel und in Frankreich fährt Marine Le Pen die gleiche Schiene, bringt sich eiskalt als Beschützerin der Massen, der Kranken, Alten, Schwachen und der Jugend ins Gespräch und sucht, von der Klimakatastrophe zu profitieren.
Passt auf euch auf und herzliche, "heiße" Grüße