Solidaritätserklärung des Frauenverbands Courage Hamburg

Solidaritätserklärung des Frauenverbands Courage Hamburg

Das Verhalten der Polizei darf nicht durchgehen

Die Hamburger Gruppe des Frauenverbands Courage schreibt an Lisa Gärtner und die von der Polizeigewalt Betroffenen aus Heilbronn:

Liebe Lisa, liebe Freundinnen und Freunde, mit Entsetzen haben wir von den brutalen und rechtswidrigen Vorgängen gegen Dich / Euch durch die örtliche Polizei erfahren. Ihr wurdet regelrecht misshandelt, und heute sogar ins Gefängnis gesteckt!

 

Natürlich verfolgen wir aufmerksam die Presse zu der geplanten Arbeitsplatzvernichtung bei VW. 100.000 Arbeiterinnen und Arbeiter, dazu deren Familien sowie die Zulieferer. Ganze Orte und Gemeinden werden verarmen. Was der VW-Vorstand hier vorhat, ist so unfassbar, und jetzt lesen wir, wie mit Dir / Euch umgegangen wird, nur weil Ihr Solidarität übt. Dabei sollten sich viel mehr Menschen solidarisch zeigen. Jeder Arbeitsplatz ist wichtig. Wenn diese Arbeitsplatzvernichtung durchkommt, dann ist die ganze Republik betroffen.

 

Das Verhalten der Polizei darf nicht durchgehen und sich vor allem nicht wiederholen. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Wir stehen voll und ganz hinter Euch. Ihr seid mutig – habt Courage! Wir Courage-Frauen stehen an Eurer Seite! Liebe Lisa und Freunde, wir senden Euch unsere solidarischen, couragierten Grüße! Wir stimmen der Losung der Kollegenzeitung, die ihr verteilt habt, zu: AB 8. JULI – MITBESTIMMUNG DURCH STREIK!