Griechenland

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Aufruf zum Streik im Hafen von Rafina

Die Seeleutegewerkschaft PENEN rief zu einem 24-stündigen Streik am gestrigen 3. Juli auf, der einstimmig auf der dreistündigen Streikkundgebung am 26. Juni beschlossen worden war.

Von Iordanis Georgiou
Aufruf zum Streik im Hafen von Rafina
Bild von der Aktion (foto: PENEN)

Zum ersten Mal in der Geschichte von Rafina fand eine Streikkundgebung der Seeleute statt, die von einer branchenbezogenen Seeleutegewerkschaft organisiert wird.


An der Streikkundgebung nahmen alle Besatzungen aller Schiffe teil, die sich während der Arbeitsniederlegung im Hafen befanden.


Der Grund für den entschlossenen Kampf der Seeleute ist der unsichere und gefährliche Ankerplatz von Rafina, an dem täglich verschiedene Schiffe gezwungen sind, vor Anker zu gehen, da die Liegeplätze nicht für alle im Fahrplan vorgesehenen Schiffe ausreichen.


Ebenfalls sind die Überlastung, Erschöpfung, Strapazen, minimale Ruhezeiten sowie die Trennung der Seeleute von ihren Familien nicht mehr erträglich. Das gefährdet die Sicherheit der Besatzung und auch der Schiffe unmittelbar.


Zum ersten Mal erhielten bei einer öffentlichen Kundgebung die Kapitäne der Linienschiffe das Wort, die selbst täglich die gefährlichen und unsicheren Bedingungen beim Anlegen und Ankern erleben.


Hervorzuheben ist die starke Präsenz des Vereinsnetzwerks „SAVE RAFINA“, dessen Vertreter die Positionen gegen den Ausbau des Hafens darlegte; diese Positionen wurden von der PENEN öffentlich begrüßt und unterstützt. Der Streik der Seeleute richtet sich nicht gegen die Passagiere der Schiffe und nicht gegen die Einwohner von Raffina. Keiner will den Ausbau des Hafens, der die Hafenstruktur der Region verändern und nur den wirtschaftlichen Interessen einiger weniger dienen wird. Sie fordern eine sichere Hafenstruktur, die den Bedingungen der Seeleute und der Bevölkerung gerecht wird.


An der Kundgebung der PENEN nahmen auch zwei Vertreter der „PEMEN“ (PANHELLENISCHER VERBAND DER MASCHINENINGENIEURE DER HANDELSMARINE) sowie der PANHELLENISCHE VERBAND DER UNTEREN MASCHINENBESATZUNGSMITGLIEDER und eine kleine Delegation der Gewerkschaft PAME teil.

 

Auf der Versammlung am 26. Juni war einstimmig beschlossen worden, am gestrigen 3. Juli einen 24-Stunden-Streik auf den Schiffen von Rafina durchzuführen.


Auf dieser Versammlung hatten sich die Kräfte von PAME von einer Unterstützung distanziert. Durch den massiven Druck der Mitglieder von PEMEN und anderen haben sie doch noch dazu aufgerufen, sich an den Streiks zu beteiligen. (Info: Auf jedem Schiff sind drei Gewerkschaften vertreten.)


Eine weitere Forderung ist die, dass die Kosten für die Überstunden der Seeleute durch die Ankermanövern beglichen werden müssen.