Um 9 Uhr früh
Am morgigen Freitag: Protest und Arbeitsniederlegungen an allen Mercedes-Standorten - aktualisiert
Morgen ist Protesttag bei Daimler/Mercedes. Die IG Metall ruft bundesweit zu Aktionen auf. An den Standorten finden Proteste, Kundgebungen, Demonstrationen und faktische Arbeitsniederlegungen statt – oft von 9 bis 10 Uhr geplant. Die Gewerkschaft wendet sich damit gegen die massiven Angriffe des Konzerns auf Sonderzahlungen, den 8-Stunden-Tag und die Arbeitsplätze. Unter dem Motto „Nicht mit uns!“ findet in Mercedes Düsseldorf eine zentrale Kundgebung um 9 Uhr am Tor 1 statt. IG-Metall-Vorsitzende Christiane Benner wird dort sprechen.
Die MLPD begrüßt diesen konzernweiten Kampfaufruf ausdrücklich. Es ist richtig, dass die IG Metall dazu mobilisiert. Das geht ganz klar auf die wachsenden Forderungen aus der Gewerkschaftsbasis zurück: Die Kolleginnen und Kollegen wollen jetzt richtig kämpfen und nicht zuschauen, wie der Konzern ihre Rechte und Errungenschaften demontiert.
Viele Beschäftigte sagen zu Recht: Eine einstündige Aktion ist aber nur ein Anfang. Sie zeigt Präsenz und setzt ein Zeichen. Aber warum wird nicht richtig gestreikt? Warum soll nur ein- und ausgestempelt werden, statt die gesamte Schicht die Arbeit niederzulegen? Bei einem Generalangriff des Konzerns reicht kein laues Lüftchen – es braucht massiven, entschlossenen Widerstand.
Solche steigernden und ausweitenden Aktionen sind wichtig und notwendig. Sie bereiten den Boden für weitere, härtere Schritte. Besonders im Vorfeld des 8. Juli gewinnen sie an Bedeutung. Ab dann heißt es bundesweit: Mitbestimmung durch Streik!
Die MLPD ruft alle Mercedes-Beschäftigten auf: Nehmt morgen zahlreich an den Aktionen teil, diskutiert in den Betrieben über die Ausweitung des Kampfes und die Vorbereitung des 8. Juli.