Weidel fordert Steuerentlastung für Unternehmen

Weidel fordert Steuerentlastung für Unternehmen

AfD steht klar auf der offen arbeiterfeindlichen Seite der Barrikade

Am Samstag haben wir auf Rote Fahne News schon berichtet, dass die AfD-Co-Vorsitzende Alice Weidel "explodierende Lohnkosten" für das durch und durch arbeiterfeindliche Vorgehen des VW-Vorstands verantwortlich macht.

Von gis

Die AfD schleimt sich bei der Arbeiterklasse ein, gibt sich als Fürsprecherin von Arbeiterinteressen und schlägt als Konsequenz aus dem VW-Skandal allen Ernstes Lohnkürzungen für Arbeiter und Angestellte vor. Alice Weidel, ehemalige Analystin bei Goldman Sachs, kennt wahrscheinlich Karl Marx und den Begriff Mehrwert. VW- und Daimler-Arbeiter und -Arbeiterinnen arbeiten heute nur noch wenige Minuten für ihren Stundenlohn. Den Rest der Arbeitsleistung eignen sich die Kapitalisten an. Darauf beruht das kapitalistische Ausbeutungssystem. Es sind nicht die sogenannten Lohnkosten, die explodieren, sondern die Profite. Den Aktionären von Daimler und VW explodieren sie nicht mehr genug. Also muss die Ausbeutung verschärft werden.

 

Auf diese Seite schlägt sich auch Alice Weidel. Natürlich nicht ohne Krokodilstränen zu vergießen über die 100.000 Arbeiterfamilien, die ihre Existenzgrundlage verlieren. Das ist voll geheuchelt. Ihr wahres Mitgefühl gilt nicht den Arbeitern und Angestellten, sondern den "tragenden Säulen unserer Volkswirtschaft wie Industrie und Handel", die "in einem derartigen Umfang Personal abbauen müssen." "Müssen" tun diese tragenden Säulen des kapitalistischen Ausbeutungssystems das deswegen, weil nacktes Profitstreben ihr Handeln bestimmt.

 

Jetzt kommen wir zu den Forderungen und Empfehlungen der AfD. Die AfD wäre nicht die AfD, wenn sie auch nur eine einzige Forderung im Sinne der Arbeiter aufstellen würde, zum Beispiel Umverteilung der vorhandenen Arbeit auf mehr Schultern durch Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich. Was den Arbeiterinnen und Arbeitern, die einer Alice Weidel doch so wichtig sind, auch ein gesünderes Leben ermöglichen würde.

 

Das will Weidel tatsächlich: "Wir fordern daher eine sofortige und radikale Kehrtwende zum Schutz des Wirtschaftsstandortes Deutschland. Unsere heimischen Unternehmen müssen dringend durch drastisch gesenkte Energiepreise, spürbare Steuerentlastungen und die Befreiung von lähmender Bürokratie entlastet werden." Dazu noch "echte Technologieoffenheit" - sprich das umweltschädliche Aus vom Verbrenner-Aus.

 

Das sind ganz klar Kapitalistenforderungen. Monopolverbände wie BDI und BDA verlangen von der Bundesregierung ebenfalls billigsten Industriestrom, während Pendler bei den steigenden Energiepreisen der letzten Monate sich teilweise die Fahrt zur Arbeit mit Einsparungen bei Kleidung und Essen finanzieren mussten. Wer sich so klar auf die Seite der Kapitalistenklasse stellt wie die AfD, hat mit Arbeiterinteressen nichts am Hut!