Verletzte "Vorwärtsgang"-Verteilerin bei Audi in Neckarsulm

Verletzte "Vorwärtsgang"-Verteilerin bei Audi in Neckarsulm

Ärztlicher Befund bestätigt durch Polizei zugefügte Verletzungen

Die Rote Fahne Redaktion berichtete auf Rote Fahne News über den brutalen Polizeieinsatz gegen Verteiler der Kollegenzeitung "Vorwärtsgang" am Montag bei Audi in Neckarsulm.¹

Korrespondenz

Dabei wurde unter anderem gegen Doris Kachel, 72-jährige Rentnerin und Ehefrau eines langjährigen Audi-Arbeiters, brutal vorgegangen. Sie musste sogar im Krankenhaus ärztlich untersucht werden. Inzwischen liegt ein ärztlicher Befund dazu vor. Der Befund bescheinigt, dass ihr durch die Polizei eine „ca. 2 × 2 cm große rundliche Schürfwunde am linken Ellenbogen medial, (sowie ein) Hämatom am linken Oberarm medial ca. 1 × 3 cm“ zugefügt wurde.

 

Weiter heißt es in dem Befundbericht: „Anamnese: Am Montag, den 30. Juni 2026, ca. um 13.30 Uhr bei Polizeieinsatz von zwei Polizisten zu Boden gebracht und auf Boden liegend an Armen / Schultern gezogen in Polizeiauto. War bei Protestaktion am Audiwerk beteiligt. Hat Handschellen angelegt bekommen. Jetzt Schürfwunde am linken Ellbogen medial, und Hämatom am linken Oberarm medial 1* 3 cm". "Diagnose: Prellung Ellbogen links, Hämatom linker Oberarm"

Ausgestellt hat den Befund ein erfahrener Heilbronner Facharzt für Innere Medizin.

Und das alles für das Verteilen einer Kollegenzeitung, die zum konzernweiten Streik ab dem 8. Juli in allen Volkswagen-Werken in Deutschland aufruft.


Doris beteiligt sich trotz der körperlichen Beeinträchtigungen und des Schocks erneut an den Verteileinsätzen am Werkstor bei Audi. "Ich lasse mich nicht einschüchtern. Die Reaktionen der Kollegen, die über diese brutale Polizeigewalt sehr empört sind, machen mir Mut; viele haben mir gesagt, dass sie auf meiner Seite stehen", so Doris.

 

Eine solche Einschränkung demokratischer Rechte kann nicht akzeptiert werden.