Frankfurt am Main

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Solidaritätsaktion mit Barta-Textilarbeitern in Izmir

Eine Gruppe Demonstranten führte in der Frankfurter Innenstadt eine Protestaktion durch. BIR-KAR, „Plattform für die Einheit der Arbeiter“ hat sie initiiert.

Korrespondenz
Solidaritätsaktion mit Barta-Textilarbeitern in Izmir
Protest- und Info-Aktion vor Ulla Popken in Frankfurt/M. (rf-foto)

Kundinnen und Kunden wurden vor dem Modegeschäft „Ulla Popken“ über den Kampf der Textilarbeiter der Firma Barta in Izmir informiert.

 

Über Monate hinweg protestieren Arbeiter regelmäßig gegen die Werksschließung von Barta, für ihre ausstehenden Löhne und Abfindungen. Sie haben sich in der Textilarbeitergewerkschaft DEV-TEKSTIL organisiert. Eine Arbeiterin berichtete, „mein Gehalt war Mindestlohn, umgerechnet 400 Euro. Das reicht definitiv nicht, ... gesetzliche Überstundenzuschläge wurden nicht gezahlt.“ Und der Hammer, der Inhaber hat das Werk geschlossen, lässt aber unter anderen Namen weiter produzieren.

 

Es ist ein Beispiel, wie heute international große Firmen und Konzerne produzieren lassen und dabei Rechte der Arbeiter und die Arbeitsbedingungen bis zu kleinen Unternehmen in der Lieferkette unterminieren, um die Profite der Großen zu steigern. International müssen sich Arbeiter zusammenschließen, sich koordinieren. Keine Belegschaft darf im Kampf gegen schärfere Ausbeutung allein bleiben.

 

DIHK-Vertreter kritisieren bereits das „Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz“, weil die „Kontrolle immer schwieriger“ wird. Der Fall beweist, Einhaltung von Rechten, Gesetzen, Tarifen können die Arbeiter nicht dem Staat überlassen. Die Weltwirtschaft „sozial zu gestalten“ bleibt Illusion, solange der Kapitalismus nicht überwunden ist.