Venezuela – Schweres Erdbeben

Venezuela – Schweres Erdbeben

MLPD erklärt ihr tiefes Mitgefühl und die Solidarität mit dem venezolanischen Volk

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag erschütterten zwei starke Erdbeben mit der Stärke 7,5 Venezuela. Auch in den Karibik- und Nordostregionen Kolumbiens waren die Beben zu spüren. Besonders schwer getroffen hat es die venezolanische Region um die Hauptstadt Caracas und in der Region um La Guaira, wo sich auch der internationale Flughafen der Hauptstadt sowie der wichtigste Hafen des Landes befindet.

hs
MLPD erklärt ihr tiefes Mitgefühl und die Solidarität mit dem venezolanischen Volk

Bisher erreichte Berichte, Bilder und Videos lassen ein großes Ausmaß der Zerstörung erahnen. Schon jetzt steigen die offiziell gemeldeten Todesopfer auf knapp 200. Es wird aber auch schon mit mehren tausend Toten gerechnet, die noch unter den Trümmern verschüttet liegen können. Die Krankenhäuser in La Guaira sind derzeit nicht mehr funktionsfähig.


Die MLPD erklärt ihr tiefes Mitgefühl, und ihre Trauer mit den Angehörigen um die Opfer und teilt mit ihnen die Sorgen um die verletzten, verschütteten und traumatisierten Menschen. Humanitäre Soforthilfe ist das Gebot der Stunde und dem venezolanischen Volk gehört die volle Solidarität.


„Die Lage ist angespannt, ein großer Teil der Bevölkerung im Norden, im Zentrum und an der Küste Venezuelas ist betroffen, ebenso wie die Infrastruktur“, berichtet eine Korrespondentin aus Venezuela an die MLPD. Eine weitere schreibt: „Vielen Dank für eure Solidarität. Es ist eine nationale Tragödie, an vielen Orten gibt es auch zahlreiche Todesopfer und auch viele Vermisste.“


Es zeugt vom tiefen Internationalismus und der Völkerfreundschaft unter den breiten Massen, dass sofort aus aller Welt Solidaritäts- und Hilfsbekundungen eingehen und sich erste Rettungskräfte aus dem Ausland auf den Weg machen wollen, um direkt in Venezuela zu helfen.


Heuchlerisch ist es dagegen, wenn jetzt die deutsche Bundesregierung, die EU und auch der faschistische US-Präsident ihre Hilfe „für die venezolanische Bevölkerung“ aussprechen. Sie sind hauptsächlich mitverantwortlich dafür, dass es Venezuela durch jahrelange Sanktions- und Boykottmaßnahmen nun an wesentlichen wichtigen Hilfsmitteln, technischem Gerät und Medikamenten für diese Katastrophe fehlt. Die Folgen daraus beschreibt Janine Leitmeyer von der Hilfsorganisation World Vision angesichts der jetzt dringend notwendigen Soforthilfe: „Alle lokalen Kapazitäten, was Zivil- und Katastrophenschutz angeht, sind relativ schlecht aufgestellt“.¹ Und das US-Militär hat das Land vor ein paar Monaten noch militärisch angegriffen und den venezolanischen Präsidenten Maduro brutal gekidnappt.


Größte Wachsamkeit ist auch geboten, wenn jetzt aus den USA, Deutschland und der EU insbesondere militärisches Gerät zur humanitären Hilfe herangezogen werden soll, wie die sechs Militärtransportflugzeuge vom Typ A400M. Nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti 2021 nutzten die USA eine solche Maßnahme aus, um ihre imperialistische Besatzungspolitik gegenüber dem Land auszubauen.