Sindelfingen

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Mercedes-Benz: Der Generalangriff weitet sich aus!

Heute wurde in allen Mercedes-Werken per Video und schriftlicher Mitteilung die gesamte Belegschaft vom Vorstand informiert, dass alle Errungenschaften und erkämpften Rechte in Frage stehen.

Konkret wurde als „Sofortmaßnahme“ entschieden, den tariflich geregelten Transformationsbaustein (18,4% eines Monatsgehaltes) vom Juli 2026 auf 2027 zu verschieben. 2027 kann dieser bei weiteren "wirtschaftlichen Schwierigkeiten" dann gegebenenfalls gestrichen werden.

 

Darüber hinaus wird ausgeführt: „Unsere Werkskapazität in Deutschland liegt deutlich über dem Bedarf. Der Krankenstand ist im internationalen Vergleich teils um ein Vielfaches höher, die Zahl der jährlichen Arbeitstage niedriger.“ Und die Konsequenz gezogen: „Die Arbeitsstunde muss günstiger werden – in Entwicklung, Vertrieb, Verwaltung und Produktion.“

 

Dazu wird seit Wochen die Erhöhung der Arbeitszeit auf 40h/Woche ohne Lohnausgleich von Vorstand und Aufsichtsrat in der Presse gefordert. Das ist ein direkter Angriff auf unsere hart erkämpften tariflichen Rechte. Darauf werden wir gemeinsam mit den Belegschaften von VW, Ford, Stahl und weiteren die passende Antwort geben. Wir haben nichts herzugeben und werden die volle Kampfkraft einsetzen – im gewerkschaftlichen Rahmen und darüber hinaus. Dafür müssen wir unsere eigene Rechnung über Werks- und Standortgrenzen hinweg aufmachen.

 

Die internationale Arbeiterklasse ist nicht der Verursacher der Krisen, für die wir verzichten sollen, sondern der Verursacher aller Gewinne der Konzerne. Statt uns gegeneinander in Konkurrenz treiben zu lassen, muss das Bewusstsein gestärkt werden: Wenn wir gemeinsam für unsere Interessen kämpfen, kann uns keiner aufhalten!