USA/Großbritannien

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Linkstrend bei US-Demokraten & Labour UK

Besonders in den USA zeigt sich aktuell ein deutlicher Linkstrend im Lager der Demokratischen Partei – durch eine Art Aufstand der Basis.

Korrespondenz

Bei den demokratischen Vorwahlen in New York haben am 23. Juni 2026 mehrere sich selbst als „demokratische Sozialisten“ bezeichnende Kandidaten gesiegt – trotz massiven Gegenwinds des Parteiestablishments.

 

Konkret gewann u. a. Darializa Avila Chevalier (pro-palästinensische Aktivistin) gegen den etablierten Abgeordneten Adriano Espaillat. Das Establishment warf Hunderttausende Dollar in den Wahlkampf, um sie zu stoppen, und nutzte einen alten, gelöschten Tweet von ihr mit dem Spruch „Fuck Kamala Harris“ als Angriffspunkt. Aber das Contra gegen Harris kam an. Es half nichts – die Basis wählte sie trotzdem. Die Kandidaten wurden stark vom New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani unterstützt, der offen von einem „Genozid“ in Gaza spricht und fordert: „Die arbeitende Bevölkerung wieder in den Mittelpunkt der Politik rücken.“

 

Auch in Großbritannien setzt sich mit dem wahrscheinlichen Starmer-Nachfolger Andy Burnham ein dem eher linken Lager zugeschriebener Kandidat durch, der wortreich die „Arbeiterklasse“ bemüht.

 

In beiden Fällen zeigt sich in der gesellschaftlichen Polarisierung ein sich verstärkender linker Trend. Sicher bleibt das in diesen Parteien im reformistischen Rahmen, aber es ist interessant, wie dieser Impuls sozusagen transatlantisch wirkt.