Linksjugend
Antikommunistische Hetzkampagne gegen Solid – MLPD solidarisch an der Seite sozialistischer Kräfte
Die jüngste Berichterstattung von Bayerischem Rundfunk und Tagesschau mit dem reißerischen Titel „Stalin, Mao, Hamas – Was in der Linksjugend sagbar ist“ (17. Juni 2026) über die Linksjugend [’solid] ist keine seriöse Recherche, sondern eine klassische antikommunistische Hetzkampagne. Es wird mit gezielten Zitaten aus internen Chats und Foren gearbeitet. Das Ziel ist klar: Alle, die sich offen zum Sozialismus bekennen, sollen mundtot gemacht und als „Stalinisten“, „Maoisten“ oder „Hamas-Versteher“ gebrandmarkt werden. Solche Methoden kennen wir zur Genüge – sie dienen der Disziplinierung fortschrittlicher und sozialistischer Kräfte und der Verteidigung des herrschenden kapitalistischen Systems.
MLPD und REBELL erklären ausdrücklich ihre Solidarität mit allen Mitgliedern und Funktionären der Linksjugend, die sich nicht dem antikommunistischen Mainstream unterwerfen und offen für den Sozialismus eintreten. Es ist bemerkenswert und erfreulich, dass es in der Linksjugend Genossinnen und Genossen gibt, die Stalin und Mao nicht als „Verbrecher“ aburteilen, wie es der antikommunistische Chor verlangt. Das ist keine Schande – im Gegenteil. Es ist ein Zeichen von Widerstand gegen die jahrzehntelange Geschichtsfälschung und die Diktatur des Antikommunismus.
Selbstverständlich müssen neben den großen Errungenschaften und Siegen auch die Probleme, Fehler bis zu Vebrechen in der Zeit des sozialistischen Aufbaus der UdSSR weiter aufgearbeitet werden, wie es die MLPD macht. Aber die antikommunistische Hetze, die daraus eine totale Verdammung des gesamten sozialistischen Aufbaus macht, ist geschichtsklitternd und reaktionär. Sie soll nur dazu dienen, den Kapitalismus als „alternativlos“ darzustellen und jede revolutionäre Tradition zu diskreditieren.
Mao Zedong hatte sogar gerade aus Fehlern und Versäumnissen im sozialistischen Aufbau Lehren gezogen. Mit der Betonung des weltanschaulichen Kampfes, der Großen Proletarischen Kulturrevolution und der fortgesetzten Revolution unter der Diktatur des Proletariats hat er einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus geleistet – und sich entschieden gegen den Verrat am Sozialismus und die Restauration des Kapitalismus zur Wehr gesetzt.
Es ist auch deshalb kritikwürdig, wenn in manchen zitierten Veröffentlichungen Erich Honecker glorifiziert wird, der für den Verrat am Sozialismus unter Beibehaltung sozialistischer Worthülsen stand.
Richtig ist auch die Solidarität mit dem palästinensischen Befreiungskampf. Der Kampf gegen die israelische Besatzung, Apartheid und Völkermord ist gerecht. Aber Solidarität mit dem palästinensischen Volk bedeutet nicht, sich auf die Seite der Hamas zu stellen. Die Hamas ist eine reaktionäre, faschistische Organisation, die den Befreiungskampf in religiös-fundamentalistische Bahnen lenken will. Sie ist kein Verbündeter des Befreiungskampfs oder des Sozialismus. Hier muss eine klare Trennlinie gezogen werden – zwischen gerechtem Widerstand und faschistischer Ideologie. Wo dieser Unterschied nicht beachtet wurde, wäre Selbstkritik nötig.
Besonders übel ist es, wie Teile der Linkspartei selbst unsolidarisch und distanzierend auftreten. Statt die Hetzkampagne entschieden zurückzuweisen und zu differenzieren, reagieren sie mit schnellen Distanzierungen und internen Disziplinierungsmaßnahmen. Heidi Reichnineck erklärte: „Stalinismus und Antisemitismus haben keinen Platz in unserer Partei, das muss auch für einen unabhängigen Jugendverband gelten.“ Aber seit wann ist ein positiver Bezug auf Stalin „Stalinismus“? Der Begriff „Stalinismus“ ist – genau wie „Maoismus“ – ein rein antikommunistischer Kampfbegriff. Stalin war zudem ein entschiedener Gegner des Antisemitismus. Wie kann man beides derart willkürlich miteinander in Verbindung bringen? Solche Methoden sollten im sachlichen Diskurs der linken Bewegung keinen Platz haben.
Das schwächt die gesamte Linke und spielt den Feinden des Sozialismus in die Hände. Wer heute vor dem antikommunistischen Druck einknickt, wird morgen noch größere Zugeständnisse machen müssen. Selbst wenn er heute in vielem politisch fortschrittliche Positionen ennimmt.
Die MLPD steht fest an der Seite aller, die sich nicht einschüchtern lassen. Die Verteidigung der revolutionären Traditionen ist kein Makel – sie ist notwendig für den Kampf gegen Imperialismus, Faschismus und Kapitalismus. Die Hetzkampagne zeigt eines: Die herrschende Klasse fürchtet den Sozialismus wie der Teufel das Weihwasser. Und dass so allergisch darauf reagiert wird, zeigt auch: Der Sozialismus ist besonders unter der rebellierenden Jugend im Kommen. Er wird sich durch solche Kampagnen nicht aufhalten lassen.
Gib Antikommunismus keine Chance!
Für eine starke sozialistische Jugendbewegung!