Pressemitteilung der MLPD zu VW und Mercedes

Pressemitteilung der MLPD zu VW und Mercedes

„Dreister Generalangriff auf die Belegschaften – jetzt darf kein Auto mehr vom Band rollen!"

Seit gestern ist nach ersten Presseberichten die Katze aus dem Sack. VW-Vorstandschef Oliver Blume hatte Anfang dieser Woche still, heimlich und feige seine Top-Führungskräfte über einen bisher nicht gekannten Generalangriff auf die Belegschaften informiert.

Bis zu 100.000 Arbeitsplätze sollen weltweit gestrichen werden. Mindestens vier Werke in Deutschland – Emden, Zwickau, Hannover und Audi Neckarsulm – sollen geschlossen werden. Das ist von „beispielloser Radikalität", wie Wirtschaftszeitungen in einer Mischung aus Bewunderung und Verwunderung schreiben.

 

Bereits seit Monaten haben Rote Fahne News und die Kollegenzeitung Vorwärtsgang vor genau diesen Horrorplänen gewarnt. Diese Warnungen wurden vom Vorstand und von Teilen der Presse als Panikmache abgetan – jetzt erweisen sie sich als bittere Wahrheit. Blume hatte Bundeskanzler Friedrich Merz bereits im Vorfeld über diese „drohenden Einschnitte" informiert. Damit ist klar: Regierung und Konzerne arbeiten Hand in Hand.

 

Peter Weispfenning, Pressesprecher der MLPD, erklärt dazu: „Hier wird kaltschnäuzig nur für den Maximalprofit der Kahlschlag ganzer Regionen geplant. Das zeigt das wahre Gesicht des kapitalistischen Ausbeutersystems!"

 

Die Klassenzusammenarbeitspolitik ist damit offen gescheitert. Völlig zu Recht erhebt die IG Metall ihre Stimme zum Protest. Bereits 2024 gab es wichtige Kämpfe und kurzzeitige Streiks der VW-Belegschaft, die den Vorstand zu zeitweisen Kompromissen zwangen. Zu Recht sagten damals aber viele Kolleginnen und Kollegen: „Wir hätten richtig streiken müssen!"

 

Peter Weispfenning weiter: „Die Belegschaften dürfen jetzt nicht abwarten. Es braucht harte gewerkschaftliche und selbständige Streiks. Kein Auto darf mehr vom Band laufen, bis die Horrorpläne vom Tisch sind. Dieser Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz wird hart werden. Aber es ist der einzig richtige Weg. An immer mehr Orten entstehen Kampfaktionen der Arbeiterklasse gegen Regierung und Monopole. Wenn die VW-Belegschaften im Geist der Arbeiteroffensive aktiv werden, werden sie große Solidarität der arbeitenden Menschen erfahren."

 

Die MLPD ist die einzige Partei, die Betriebsgruppen an den meisten VW-Standorten hat. Sie werden sich voll für einen harten und konsequenten konzernweiten Kampf einsetzen. Käme VW mit seinem Generalangriff durch, wäre ein Dammbruch gegen die Arbeiterinteressen erreicht. Deshalb wird die MLPD in ganz Deutschland und international die Solidarität organisieren – gerade in der positiven Gewerkschaftsarbeit.

 

Mehr Informationen auch aus verschiedenen VW-Standorten ständig hier: www.rf-news.de

 

Wir vermitteln auch vertrauliche Kontakte zu kämpferischen VW-Arbeiterinnen und Arbeitern. Wenden Sie sich gerne an uns.

 

Die Pressemitteilung im pdf-Format