Vertrauensleute-Resolution bei Mercedes Stuttgart

Vertrauensleute-Resolution bei Mercedes Stuttgart

Klassenkampf? Sollen sie haben ...

„Schluss jetzt. Protest, Widerstand, Streik! Die Bosse wollen Klassenkampf? Können sie haben!“ - so lautet die Überschrift einer Resolution der IG-Metall-Vertrauensleute bei Mercedes-Benz in Stuttgart.

Von gp

Die Resolution spiegelt ein gewachsenes Klassenbewusstsein wider und vertritt in vielen Fragen einen klaren Arbeiterstandpunkt. Sie ist eine Reaktion auf die Forderung des Aufsichtsratschefs Martin Brudermüller nach der Rückkehr zu 40-Stunden-Woche, der Pläne des Vorstands noch stärker in die Rüstung einzusteigen.

 

Und auf die gesamte wirtschaftliche und politische Krisenentwicklung. So heißt es in der Resolution: „Die Krise ist allgegenwärtig. Und die Bosse wollen uns dafür bezahlen lassen. … Unsere Jugend soll wieder für die Profite der Konzerne in den Krieg ziehen. Die Bosse, die Regierung und wir? Wir stehen auf verschiedenen Seiten der Barrikade!“

 

"Bessere Politik braucht unseren gewerkschaftlichen und politischen Kampf. Deshalb warten wir nicht, bis uns jemand bittet zu protestieren. Wir fangen damit an!

 

  • Wir diskutieren wieder stärker politisch mit unseren Kollegen vor Ort im Betrieb. ‚Wer seine Lage erkannt hat, wie soll der aufzuhalten sein?‘
  • Wir nutzen alle sich ergebenden Gelegenheiten, um die Bosse und ihre Regierung zu kritisieren. ...
  • Auch wenn wir zu Beginn wenige oder alleine sind: Wenn wir die Stimme erheben und Haltung zeigen, werden wir mehr werden. ...
  • Wir engagieren uns in unserer Gewerkschaft und verlangen so bald wie möglich, Demonstrationen gegen die Gier der Bosse, gegen die Regierung und für eine bessere Zukunft zu organisieren. Bis hin zum Streik. Und wenn die Gewerkschaftsspitzen sich zieren, dann machen wir das selbst.“

 

Die Resolution stößt auf große Zustimmung. Ohne Massenkämpfe auf der Straße und Streiks in den Fabriken kann der Generalangriff von Regierung und Monopolen nicht verhindert werden, kann die Arbeiterklasse nicht in die Offensive kommen. Damit fordert die Resolution zur Diskussion über die Verweigerung eines allseitigen und vollständigen gesetzlichen Streikrechts heraus und setzt den Kampf darum auf die Tagesordnung. Denn ein Streikrecht in politischen Fragen wird den Arbeiterinnen und Arbeitern verwehrt. Selbst wenn die Gewerkschaftsspitzen wollten, können sie nicht zu einem Streik gegen Regierungspläne aufrufen. Deshalb müssen die Kolleginnen und Kollegen das selbst in die Hand nehmen!

 

Download der Resolution und von weiterem Material hier