Begriffsbildung

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Die Renaissance des Begriffs „Arbeiterklasse“

Lange Zeit war der Begriff „Arbeiterklasse“ in der breiten öffentlichen Debatte verpönt. Jahrzehntelang galt er als verstaubt, unterlag dem Dogma des Antikommunismus.

Von pw

In Deutschland stand die MLPD unter den Parteien fast allein auf weiter Flur, die ihn konsequent benutzte – während etablierte Politik und Medien lieber verfälschend von „den Arbeitnehmern“, der „Mittelschicht“ oder herabwürdigend vom „Pöbel“ sprachen. Jetzt erlebt der Begriff eine klare Renaissance – international.

 

  • Zohran Mamdani (Bürgermeister von New York): „Es gibt nur eine Mehrheit in dem Land, das ist die Arbeiterklasse.“
  • Andy Burnham (Labour UK) verspricht, die „working class“ wieder „unverfroren“ zu vertreten.
  • In den ersten Aufrufen der Ruhrpott Rebellion hieß es ausdrücklich, dass die „Arbeiterklasse gemeinsam gegen Spaltung“ vorgehen muss. Auf der offiziellen Seite wird die Tradition der Arbeiterbewegung stark hervorgehoben: „Die Errungenschaften und Erfolge der Arbeiterbewegung seit 1848 sind nicht vom Himmel gefallen – sie wurden erkämpft. Streik für Streik. Schritt für Schritt. Schulter an Schulter.“ Die Rebellion wird von der regionalen IG Metall mitgetragen und positioniert sich als Aufstand der arbeitenden Menschen im Ruhrpott.

 

Diese Entwicklungen zeigen ein spürbares Erwachen des Klassenbewusstseins und des Klassenstolzes.

 

Perfide ist dagegen der Versuch der AfD, den Begriff „Arbeiter“ für sich zu vereinnahmen. Sie gibt sich volksnah, betreibt aber eine faschistische und nationalistische Politik für das Kapital.

 

Die historische Losung der Arbeiterklasse war und ist dagegen: „Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“