Berlin
3000 bei DGB-Demonstration auf der Straße
Gestern haben in Berlin bei extremer Hitze (über 40 Grad Celcius) circa 3.000 Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen, Vertreter der Linkspartei, der Grünen, der MLPD, der DKP, solid, vieler Sozialverbände und Mieterinitiativen, und viele mehr, auch SPD-Anhänger gegen die "Sozial"-Politik der CDU-/CSU- und SPD-Beundesregierung protestiert.
Es waren auch viele Delegationen aus großen Industriebetrieben wie Tesla, Siemens und der Bahn dabei. Oft waren es Vertreter und Vertreterinnen für viel mehr Menschen, die angesichts der Hitze sich aus Sorge um ihre Gesundheit nicht zutrauten, selbst daran teilzunehmen.
Im Aufruf hieß es:
„Wir machen deutlich:
👉 Finger weg von der Rente!
👉 Finger weg von der Krankenversicherung!
👉 Finger weg von der Pflege!
👉 Finger weg vom 8-Stunden-Tag!"
Auffällig war, dass gerade die Delegationen und viele Kolleginnen aus den Betrieben den Zusammenhang zwischen den Angriffen auf die soziale Lage der Werktätigen und die Aufrüstungspläne und die faschistische Gefahr weltweit aufzeigten und angriffen. Von der Bühne wurde der dreiste aktuelle Angriff des VW-Konzern auf die Kollegen überhaupt nicht erwähnt.
In vielen Gesprächen ging es darum, ob es überhaupt ein Zurück zum sogenannten „Sozialstaat" geben kann oder ob und wie wir dieses kapitalistische System durch ein „besseres" ersetzen müssen und können.
Während einige Berliner Tageszeitungen die ganze Demo für einen „Eklat" der Gewerkschaften gegen die Zusammenarbeit mit der Bundesregierung hielten, waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sicher: Wir müssen noch einiges nachlegen, uns in wichtigen Fragen tiefere Klarheit verschaffen und ganz sicher weiter gemeinsam gegen die sogenannten „Reformen" kämpfen.