Stahl
tkSE: Unbefristete Übernahme weg, toller Kulturwandel
Die folgende Korrespondenz der Redaktion tkSE Hamborn / Beeckerwerth 1 ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitung von Kollegen für Kollegen im Stahlbereich, „Stahlkocher“, erschienen. Die Rote Fahne Redaktion dokumentiert:
Die Pläne von Konzernen wie Thyssenkrupp gehen voll auf Kosten der Jugend. Weil „Sanierung“ kaum zutrifft, heißt es jetzt Transform 2030 plus. Das hört sich besser an, ist aber nichts anderes als Arbeitsplatzvernichtung und Drehen an der Ausbeutungsschraube.
3000 Arbeitsplätze sind schon weg, weitere 4000 sollen folgen. Durch Ausgliederung verschwinden nochmals bis zu 4000 Arbeitsplätze.
Das trifft die Jungen. Die Vereinbarung zur unbefristeten Übernahme wurde zum September 2026 gekündigt. Das bedeutet für unsere Azubis: zwölf Monate befristet übernommen werden, dann arbeitslos! Tolle Zukunft!
Die Lehrwerkstatt in Dortmund soll geschlossen und nach Bochum verlagert werden. Ist das das Ende für den Standort Dortmund? In allen Lehrwerkstätten fehlen Ausbilder, die Qualität ist jetzt schon katastrophal. Dabei nimmt die Unterbesetzung in den Betrieben seit Januar zu; es fehlen an allen Ecken und Enden Leute.
Wenn es nach dem Vorstand geht, soll das ein Dauerzustand bleiben und mit den „Effizienzmaßnahmen“! Noch weiter gesteigert werden.
Stellenaufbau statt -abbau, die Ausbildung muss überall bleiben, unbefristete Übernahme für alle!