Pressemitteilung von Ver.di
Tarifrunde im ÖRR – Ver.di streikt in vier großen ARD‑Anstalten für Tariferhöhungen
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di) erhöht deutlich den Druck auf mehrere große ARD-Sender in den laufenden Tarifverhandlungen für den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk (ÖRR). Bereits seit dem frühen Mittwochmorgen finden Streiks im WDR und im SWR statt, von diesem Donnerstag (18. Juni) an auch im BR und im NDR. Die Gewerkschaft fordert sieben Prozent Honorar- und Gehaltserhöhungen, mindestens aber 300 Euro monatlich mehr, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zuletzt hatten die Rundfunkanstalten WDR, BR, SWR und NDR allerdings eine Laufzeit von 35 Monaten vorgeschlagen, mit jährlichen Steigerungen der Tarife zwischen ein und höchstens zwei Prozent. „Ein Angebot mag man das kaum nennen“, sagte Christoph Schmitz-Dethlefsen, für Medien zuständiges Mitglied im Ver.di-Bundesvorstand. „Die Senderleitungen sind auf Irrwegen unterwegs.“ Die nächsten Verhandlungstermine sind im SWR am 30. Juni und im WDR am 1. Juli.