Düsseldorf
Spaziergänge der AfD - hinterhältige rassistische Provokation
Schon drei Mal veranstaltete die AfD Düsseldorf sogenannte Spaziergänge durch Düsseldorfer Stadtviertel, am 27. April, am 18.Mai und zuletzt am 15. Juni.
Es sieht aus, als sollte sich dies zu einem regelmäßigen Fixpunkt ihrer Aktivitäten entwickeln, und bestimmt nicht zufällig immer montags. Denn die fortschrittlichen Montagsdemonstrationen und -kundgebungen, an denen MLPD und ihr Jugendverband REBELL seit Beginn an beteiligt sind, finden genau in dem Gebiet statt, das diese "Spaziergänge" umkreisen. Hier ist die MLPD bekannt und verankert und hier liegt auch das Büro von Kreis- und Landesleitung der MLPD.
Die AfD will nicht nur den Protest-Montag für sich beanspruchen, sie will auch der linken und fortschrittlichen Szene den Kampf ansagen, die hier besonders ausgepägt ist. Und den Migranten, die einen großen Bevölkerungsanteil stellen. So zog der AfD-Umzug am 18.5.26 provozierend durch die Ellerstrasse, "Klein-Marokko" im Düsseldorfer Jargon genannt, weil hier viele Nordafrikaner leben. Ein großes Polizeiaufgebot räumte den "Spaziergängern" regelrecht den Weg frei, wobei unterschiedslos Anwohner, Journalisten und Gegendemonstranten wie ein Trupp der MLPD an die Wände gedrückt und eingekesselt wurden.
Am 15. Juni zog diese Bande durch die Immermannstrasse, wegen der hier stark vertretenen japanischen Gemeinde auch "Klein-Tokyo" genannt. In der unmittelbaren Nachbarschaft: die Büros der Kreisleitung Düsseldorf der MLPD und der Landesleitung NRW. Dieses Mal hielt sich die Polizei zurück und rief auch verschiedene AfD-Provokateure zur Räson.
Der "Volkszorn", den die AfD vermutlich anstacheln will, hält sich bisher in Grenzen und es folgen nur 20 - 30 "Spazierer" ihren Umzügen. Immer stellen sich ihr mindestens das Zehnfache an Gegendemonstranten in den Weg. Doch darf die bieder-(spiess)bürgerliche Maskerade der Spaziergänge nicht unterschätzt werden. Wie ihre historischen Vorbilder, die Hitler-Faschisten, machen sie die Migranten und Linken zu Sündenböcken, um von den wirklichen kapitalistischen Verursachern für Wohnungsnot und Verelendung abzulenken.