Düsseldorf
Proteste gegen AfD
Am Montag, dem 15. Juni 2026, führte die AfD wieder einen Spaziergang durch Düsseldorf durch.
Gingen die ersten beiden ihrer Hetze nach durch „Problemzonen“, also Bahnhof/Worringer Platz und durch die von vielen Marokkanern geprägte Teile von Oberbilk, sollte diesmal ein Spaziergang zu einer „Parallelgesellschaft“ mit „gelungener Integration“ stattfinden, der von vielen japanischen Geschäften geprägten Immermannstraße im Zentrum. Dagegen gab es vielfältigen Protest. Direkt gegenüber dem AFD-Treffpunkt bauten sich die Omas gegen rechts auf, um die Ecke war eine Kundgebung vom Düsseldorfer Appell mit OB Keller und Kirchenvertretern. Düsseldorf stellt sich quer begleitete den Rundgang lautstark und einzelne Gruppen versuchten Straßenblockaden.
Durch diese Zersplitterung war die ganze Breite des Protests gar nicht sichtbar. Die Polizei ließ die einzelnen Gruppen gar nicht zusammenkommen und kesselte immer wieder Teile von 20 bis 30 Demonstranten vorübergehend ein. Die Polizei hatte zudem die ganze Immermannstraße abgesperrt, und das wegen rund 20 Männeken (1 Frau war wohl auch dabei). Vor lauter Polizeibegleitung konnte man den AfD-"Spaziergang" kaum sehen. Sehr viel Aufwand und Ehre für so ein kleines Häufchen.
Sie kriegen auch immer wieder einen Raum im Bürgerhaus Bilk, so auch diesen Montag Abend. Als Redner war ein gewisser Klonovsky eingeladen. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er Polen für den Überfall Deutschlands 1939 und den Zweiten Weltkrieg verantwortlich macht. Frauen gehören seiner Meinung nach hinter den Herd. Dass für so einen Hetzer öffentliche Räume zur Verfügung gestellt werden, ist ein Unding. Das rief natürlich auch Gegenprotest hervor, ca. 150 Demonstranten versammelten sich vor dem Bürgerhaus.