Leserbrief
Gedanken zum Artikel „Hochsommerliche Hitzeperiode bereits im Mai – Ursachen und Folgen“
Andreas von der Montagsdemo Mannheim, Mitglied der Umweltgewerkschaft, schreibt an Dr. Dieter Stein zu dessen Artikel „Hochsommerliche Hitzeperiode bereits im Mai – Ursachen und Folgen“, der am 29. Mai auf Rote Fahne News erschienen ist.
Leserbrief zum Artikel "Hochsommerliche Hitzeperiode ..."
Auch ich bin entsetzt, dass der Sommer so früh und so extrem wird. Damit habe ich dann doch nicht gerechnet. Wie soll das dann erst im Juli werden?
Es ist nicht mehr zu leugnen, dass es dauerhafte globale Veränderungen gibt. Diese hängen natürlich unter anderem auch mit den von uns allen ausgestoßenen Klimagasen zusammen. Ich habe auch das Buch „Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?“ von Stefan Engel gelesen und mache bei der Umweltstrategiekonferenz (IEC 2026) das Forum zum eigenen Energiewendeszenario der Umweltgewerkschaft.
Auf die CO2-Debatte möchte ich mich nicht so voll einlassen – auch wenn ich daran keinen Zweifel habe – sondern will weiter vorne ansetzen und das umfassend betrachten. Die Menschheit konnte nur durch Rohstoffe ihre heutige Zivilisationsstufe erreichen. Das sind unsere Wurzeln. Da kommen wir her. Das müssen wir anerkennen und als Leistung der Bergarbeiter auch respektieren.
Dazu haben wir Stoffe, die aus einer völlig anderen Biosphäre stammen und festgebunden waren, herausgelöst und letztendlich in unsere heutige Biosphäre ausgestoßen. Dass dies keine Veränderung bedeuten soll, ist nicht zu erwarten!
Doch jetzt muss die Menschheit eine neue Zivilisationsstufe mit erneuerbaren Energien und Kreislaufwirtschaft erreichen. Das Ziel muss es sein, dass die Bodenschätze, die Schätze des Bodens bleiben. Dieses auf COS2 zu reduzieren, ist genauso schlecht wie die Energiewende auf Photovoltaik, Solar und Windkraft zu reduzieren, was in den Medien gemacht wird.
Diesen, so nicht alltäglichen, Denkansatz würde ich gerne auf dem Internationalen Umweltratschlag 2026 ausarbeiten. Ich meine, es reicht nicht aus, das Buch „Katastrophenalarm …“ am Infostand zu verteilen. Wir müssen den Inhalt des Buches aufgreifen, dieses umfassende Potenzial nutzen und es in eine der heutigen Situation entsprechende Form bringen. Dazu braucht es auch die Expertise des Autorenteams, aber natürlich auch der hoffentlich zahlreichen Besucher. Über konstruktive Kritik von Dir zu meinen Gedanken würde ich mich sehr freuen.
Antwort des Autoren
Lieber Andreas, zunächst Danke für Deine sowohl besorgten als auch nach vorne blickenden Zeilen.
Zuerst möchte ich auf Deine Frage eingehen, »wie das (der Sommer, die Hitze) erst im Juli werden soll?« Aktuell im Juni haben wir ja in Deutschland relativ moderate Temperaturen. Aber für den Juli bzw. den ganzen Sommer sagt das noch gar nichts. Nach den Messungen - im Pazifik - braut sich aktuell schon wieder ein El Nino zusammen, der, je nach Stärke auch bis nach Europa die Temperaturen weiter nach oben treiben wird. Der El Nino transportiert ja nicht nur ungeheure im Ozean gespeicherte Wärmemengen zurück in die Atmosphäre, sondern ist auch für regionale (Extremwetter-)Katastrophen verantwortlich.
Zu Deinem nächsten Punkt: Meiner Überzeugung nach müssen wir uns »auf die CO2-Debatte voll einlassen«. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Nicht, weil
»wir alle« das Zeug ausstoßen, das ist die Nebenseite, sondern: weil die Energiemonopole und Regierungen, siehe Frau Reiche in Deutschland und Trump
in den USA, knallhart an der fossilen Energiebasis festhalten. Und zum Zweiten, weil CO2 das bedeutendste Treibhausgas ist, dessen atmosphärische Konzentration
und globale Wärmewirkung durch die neuartigen Selbstzerstörungsprozesse, wie »Monster-Brände« oder das Auftauen früherer Permafrostgebiete noch weiter
gesteigert wird. Die nötigen Konsequenzen gegen diese Katastrophenentwicklung hast Du ja in Deinem Brief klar formuliert: »Doch jetzt muss die Menschheit eine neue Zivilisationsstufe mit erneuerbaren Energien und Kreislaufwirtschaft erreichen«. Auf den Beitrag der Umweltgewerkschaft beim Internationalen Umweltratschlag zur
Energiewende bin ich gespannt.
Zum Schluss noch zum Buch »Katastrophenalarm …«, bzw. »Die globaleUmwe ltkatastrophe hat begonnen!«: auch da stimme ich Dir vollkommen zu. »Wir müssen den Inhalt des Buches aufgreifen, dieses umfassende Potenzial nutzen …«, insbesondere sein Alleinstellungsmerkmal, die Einheit seines »Kampfprogramms der Sofort- und Schutzmaßnahmen gegen die globale Umweltkatastrophe« mit dem Nachweis, dass die Umwälzung zur sozialistischen Gesellschaft zur Voraussetzung, zur Bedingung für das Überleben der Menschheit wird.
Herzliche Grüße
Dieter Stein