Genf/Schweiz / Évian-les-Bains/Frankreich
G7-Gipfel: Massenkämpfe gegen Kapitalismus
An die 25.000 Menschen beteiligen sich am 14. Juni in Genf in der Schweiz gegen den G7-Gipfel, der vom 15. bis 17. Juni 2026 in Évian-les-Bains in Frankreich stattfindet.
Schon am Vortag hatten in Lausanne mehr als 10.000 Menschen dagegen demonstriert. In Frankreich waren Proteste verboten.
Erschreckt schreiben bürgerliche Medien: „Der Protest richtet sich vorwiegend gegen den Kapitalismus.“¹ Das ist etwas Neues im Vergleich zu früheren Protesten – es war ein Massenkampf gegen den Kapitalismus.
Zur Koalition der G7-Gegner zählen unter anderem pro-palästinensische und antikapitalistische Aktivisten. Gewerkschafter beteiligten sich aktiv, auch viele Gruppen mit revolutionärem Anspruch. Auch feministische Gruppen nahmen an der Demonstration teil, die sich "gegen Faschismus und Imperialismus" richtet.
"Großmächte (fällen) Entscheidungen zugunsten der privilegiertesten Minderheit der Welt und zum Nachteil von mehr als 90 Prozent der Bevölkerung", heißt es in einem Manifest von "No G7“. Kritisiert wurde auch die reaktionäre Umweltpolitik.
Viele Plakate richten sich gegen US-Präsident Donald Trump. Der Protestzug verläuft bis zum späten Nachmittag friedlich. 7000 Polizisten führten dagegen eine Bürgerkriegsübung durch. Später gab es massive Polizeiattacken, die Demo wurde aufgelöst. Den Vorwand dazu lieferte eine relativ kleine, vermummte Truppe von ca. 100 Leuten.