Dreifache Geißel

Dreifache Geißel

Die afghanischen Frauen sind in der vordersten Reihe im Kampf gegen religiösen Faschismus

Die Kommunistische Maoistische Partei Afghanistans schreibt: „Die afghanischen Frauen sind in vorderster Reihe im Kampf gegen religiösen Faschismus.“ Dank an den Kollegen aus Hagen, der den Artikel von der Homepage der Partei übersetzt hat.

Heute kämpfen die Frauen Afghanistans unter der dreifachen Belagerung durch die „Peitsche der Taliban“, das „Schweigen der inneren Verräter“ und die „Machenschaften imperialistischer Mächte“. Jede Stimme des Protests, die sich aus ihren Reihen erhebt, ist ein Splitter, der die Mauern der Tyrannei erschüttert.

 

Die Unterstützung der Kämpfe der afghanischen Frauen ist nicht lediglich eine „moralische Pflicht“, sondern eine revolutionäre und nicht verhandelbare Aufgabe. Jede angeblich fortschrittliche Kraft, die angesichts dieser Verbrechen schweigt oder nach einem Mittelweg sucht, macht sich offen zum Komplizen der Henker.

 

Wir werden den Schleier der Heiligkeit und Frömmigkeit von den Gesichtern der Mullahs und ihrer westlichen Verbündeten reißen. Die Unterstützung der Frauen bedeutet, sich den Reihen eines Kampfes anzuschließen, dessen Ziel die vollständige Beseitigung des religiösen Faschismus und der Herrschaft der Taliban ist.

 

Solange die letzte Kette von den Füßen der afghanischen Frauen nicht gelöst ist, solange Aberglaube und Reaktion nicht mit der Wurzel ausgerottet sind und solange der letzte Taliban-Unterdrücker nicht gestürzt ist, kann es keinen Frieden geben. Rückzug kommt nicht in Frage.

 

Die Zeit des Redens ist vorbei; die Zeit der Organisierung, des Widerstands und des entschlossenen Kampfes ist gekommen. Dieses Ungeheuer der Reaktion muss beseitigt werden, damit der Weg für die vollständige Befreiung der Frauen und der arbeitenden Massen Afghanistans geebnet wird.

 

Der Weg zur Befreiung ist klar, entschlossen und unumkehrbar: klassenmäßige Organisierung, die Verbindung des Zorns der Frauen mit dem Zorn der Arbeiter, der landlosen Bauern und aller Unterdrückten sowie ein unermüdlicher Kampf zur Beseitigung jener Strukturen, die diese Unterdrückung aufrechterhalten.

 

Den Kampf der Frauen vom allgemeinen Kampf der Volksmassen zu trennen, ist eine verhängnisvolle Fehlentwicklung. Die besondere geschlechtsspezifische Unterdrückung zu ignorieren, bedeutet Verrat an der Hälfte der Gesellschaft. Den Kampf jedoch auf einen „liberalen Feminismus“ zu reduzieren und ihn von der Klassenauseinandersetzung zu trennen, bedeutet Verrat an den wirtschaftlichen Wurzeln dieser Unterdrückung.

 

Die Befreiung der Frauen ist kein Geschenk von oben; sie ist eine Voraussetzung jeder wirklichen Revolution. Ohne die organisierte Wut und Entschlossenheit der Frauen ist kein nachhaltiger gesellschaftlicher Wandel in Afghanistan möglich.